Angriff auf Moschee in San Diego - mindestens drei Tote
Drei Tote vor einer Moschee in San Diego: Die beiden Teenager-Täter richten sich nach der Tat selbst.

Das Wichtigste in Kürze
- Zwei Teenager (17 und 19) erschossen vor einem Islamic Center drei erwachsene Männer.
- Kurz darauf nahmen sich die mutmasslichen Schützen in einem Fahrzeug das Leben.
- Polizei und FBI ermitteln in San Diego wegen eines möglichen Hassverbrechens.
In San Diego ist es am Montagmittag (Ortszeit) zu einer tödlichen Schiesserei vor dem Islamic Center gekommen. Drei erwachsene Männer wurden im Stadtteil Clairemont vor dem grössten muslimischen Zentrum der Region erschossen. Unter den Opfern ist auch ein Sicherheitsmitarbeiter der Einrichtung. Ein Landschaftsgärtner in der Nähe wurde ebenfalls beschossen, blieb aber unverletzt.
Wenige Minuten nach den ersten Schüssen gingen bei der Polizei Meldungen über weiteres Feuer zwei Häuserblocks entfernt ein. Dort entdeckten die Einsatzkräfte zwei mutmassliche Täter tot in einem Fahrzeug. Beide hätten sich offenbar selbst gerichtet, sagte Polizeichef Scott Wahl. Die Schützen seien 17 und 19 Jahre alt gewesen.
Tat wird vorläufig als Hassverbrechen eingestuft
Wahl sprach von einer äusserst chaotischen Szene und einem der eindrücklichsten Einsätze seiner 28-jährigen Laufbahn. Zwischen 50 und 100 Beamte waren vor Ort. Die Ermittler stufen die Tat vorläufig als Hassverbrechen ein, das FBI hat die Untersuchung übernommen. FBI-Agent Mark Remily rief die Bevölkerung auf, mögliche Hinweise zur Tat weiterzuleiten.
Auf dem Gelände der Moschee befindet sich auch die Al Rashid School. Die Kinder, die zum Tatzeitpunkt Unterricht hatten, blieben unverletzt und wurden zu einem Sammelpunkt für ihre Eltern gebracht. Auch eine nahegelegene jüdische Schule wurde vorsorglich abgeriegelt.
Das Islamic Center of San Diego ist mit über 5000 Mitgliedern das grösste muslimische Zentrum im County. Bürgermeister Todd Gloria sicherte der muslimischen Gemeinde Unterstützung zu und betonte, in San Diego habe Hass keinen Platz. Gouverneur Gavin Newsom wurde laut seinem Büro über die Lage informiert.
















