Die weltweiten Wasserspeicher schrumpfen laut WMO-Bericht

    Keystone-SDA
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    Genève,

    Die weltweiten Wasserressourcen sind laut der Weltwetterorganisation (WMO) in den vergangenen Jahren knapper geworden. Der Abfluss aus Flüssen sei zurückgegangen, Gletscher schrumpften und in vielen Weltregionen sinke der Grundwasserspiegel, schreibt die WMO.

    Gletscher verlieren weiter Masse, Flüsse führen weniger Wasser: Die WMO warnt, dass die weltweiten Wasserreserven seit Jahren zurückgehen. (Archivbild)
    Gletscher verlieren weiter Masse, Flüsse führen weniger Wasser: Die WMO warnt, dass die weltweiten Wasserreserven seit Jahren zurückgehen. (Archivbild) - KEYSTONE/EPA/MARTIN DIVISEK

    Beim Grundwasserspiegel waren Zentral- und Osteuropa 2025 besonders betroffen: Kaum anderswo sei das Defizit gegenüber dem Zeitraum 2014 bis 2024 so gross gewesen, berichtet die WMO in ihrem jährlichen Wasserbericht. Im Grossteil Nordeuropas lag der Grundwasserspiegel demnach dagegen über dem langfristigen Niveau.

    Der menschengemachte Klimawandel, das steigende Wasserbedürfnis der wachsenden Weltbevölkerung und natürliche Schwankungen spielten bei der Entwicklung der Wasserressourcen eine Rolle, sagte Wayne Jenkinson, Direktor der WMO-Abteilung für Hydrologie und Kryosphäre.

    In vielen Brunnen geht das Wasser zurück

    Die Wasserspeicher schrumpften seit gut zehn Jahren kontinuierlich, so die WMO. Dazu gehören das Grundwasser sowie Wasser in Seen, Gletschern, Böden, Vegetation, Schnee und Eis.

    Diese Reserven seien wie ein Sparkonto, mit dem früher etwa eine Dürresaison ausgeglichen werden konnte, sagte WMO-Chefin Celeste Saulo. «Wir zehren dieses Sparkonto aber auf», betonte sie. Fast zwei Drittel der überwachten Brunnen hätten im vergangenen Jahr weniger Wasser als im langfristigen Mittel gehabt.

    Das Wasservolumen, das aus Flüssen abfloss, lag 2025 weltweit so niedrig wie selten in den vergangenen 35 Jahren, schreibt die WMO. 2025 sei eines der drei Jahre mit dem niedrigsten Abfluss.

    Mehr Ungemach durch El Niño

    Für den Wasserbericht betrachtete die WMO Beobachtungen und Messungen über fünf Jahre bis Ende 2025. Die Wassertiefstände unter anderem im Rhein und in der Donau im heissen Sommer 2026 sind darin nicht berücksichtigt.

    Für dieses und das kommende Jahr droht weiteres Ungemach: Das natürliche Wetterphänomen El Niño kündigt sich mit besonderer Stärke an. Es beeinflusst Wind- und Wasserkreisläufe und kann je nach Weltregion einerseits für besonders starke Dürren und andererseits für schwere Überschwemmungen sorgen.

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    Kommentare

    User #3511 (nicht angemeldet)

    Nicht Volumen ist niedriger, sondern Verbrauch höher--- Dazu kommt das wegen Pol Schmelzungen mehr ins Meer geht salzgehalt/Wasserspannung usw verändert ganzes Klima, weshalb es immer mehr über Meer aabregnen wird---- Dies führ zu weniger Süsswasser--- Grundwasser hoch pumpen auch nur bedingte Lösung weil auch da Salzgehalt höher---

    User #5442 (nicht angemeldet)

    Die Warnungen vor Umweltverschmutzung, Wasserknappheit und dem Klimawandel liegen seit Jahrzehnten schwarz auf weiss auf dem Tisch. Getan wurde so gut wie nichts. Jetzt zu jammern, ist heuchlerisch. Wir alle haben die Augen verschlossen, weggeschaut und fleissig am System mitverdient. Die heutige Krise ist die Quittung für unsere eigene jahrzehntelange Ignoranz.

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