Hagel-Unwetter kostet Schweizer Versicherer eine Milliarde Franken
Ende August zog ein Unwetter mit heftigem Hagel über die Schweiz. Schweizer Versicherer kostete das fast eine Milliarde Franken.

Das Wichtigste in Kürze
- Das Unwetter beschädigte vermutlich mehr als 100'000 Fahrzeuge.
- Die Motorfahrzeugversicherung übernimmt über 80 Prozent der Schadensumme.
- Die Schadensumme ist doppelt so hoch wie beim Hagelereignis 2023 im Tessin.
Das Sturmereignis vom 28. August hat im Schweizer Mittelland privatversicherte Schäden von knapp einer Milliarde Franken verursacht. Der grösste Teil der Schäden betrifft Fahrzeuge.
Mehr als 80 Prozent des geschätzten Gesamtschadens entfallen auf die Motorfahrzeugversicherung, wie der Schweizerische Versicherungsverband (SVV) am Donnerstag mitteilte. Er ist die Branchenorganisation der Schweizer Privatversicherer.
Insgesamt seien vermutlich mehr als 100'000 Fahrzeuge von den Hagelschäden betroffen.
Etwa zehn Prozent des privatversicherten Schadens beträfen Elementarschäden, die über den Schweizer Elementarschadenpool gedeckt seien. Die restlichen Schäden umfassen weitere Zweige wie Betriebsunterbrechungs- und Zusatzversicherungen.
Kräftige Gewitterzelle zog am 28. August über die Schweiz
Verursacht wurden die Schäden am 28. August von einer kräftigen Gewitterzelle, die vom Jurabogen über das Mittelland bis in die Ostschweiz zog. Betroffen waren vor allem die Kantone Bern, Solothurn, Aargau, Zürich und Thurgau. Lokal gingen bis zu fünf Zentimeter grosse Hagelkörner nieder und es gab schwere Sturmböen.

In den betroffenen Kantonen werden Gebäudeschäden grösstenteils durch kantonale Monopolanstalten abgedeckt. Diese Gebäudeschäden werden separat erfasst und sind in den Schätzungen des SVV nicht enthalten.
Nach ersten Schätzungen des SVV ist die aktuelle Schadensumme doppelt so hoch wie beim grossen Hagelereignis im August 2023 im Tessin.












