Coronavirus vermehrt sich in der Plazenta schnell – Impfen hilft

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Das Coronavirus kann sich in der Plazenta besonders schnell verbreiten. Damit steigt das Risiko eine Früh- oder Totgeburt.

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    Eine 25-jährige Wienerin wollte sich von ihren minderjährigen Nachbarn «in der Astralwelt» schwängern lassen. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Coronavirus vermehrt sich in der Plazenta schnell.
    • Dies erhöht das Risiko einer Früh- oder Totgeburt um je das Zwei- bis Dreifache.
    • Impfen in der Schwangerschaft ist deshalb wichtig sowie ungefährlich.

    Das Coronavirus vermehrt sich in der Plazenta schnell und erhöht das Risiko einer Früh- oder Totgeburt je um das Zwei- bis Dreifache. Das haben Berner und Lausanner Forscher nachgewiesen. Impfen in der Schwangerschaft ist deshalb wichtig. Und für den Fötus gefahrlos.

    Bei Schwangeren bestehe gegenüber der gleichaltrigen Allgemeinbevölkerung eine um 70 Prozent erhöhte Gefahr für eine Ansteckung mit SARS-CoV-2. Das Risiko, danach einen schweren Verlauf mit Pflege auf der Intensivstation durchzumachen, liege im Bereich von fünf bis zehn Prozent, heisst es in einer Mitteilung des Forscherteams vom Freitag.

    Fötus durch Impfung nicht gefährdet

    «In der Plazenta können schnell Tausende infektiöse virale Partikel produziert werden. Ausserdem haben wir einen äusserst variablen und für jede Schwangerschaft individuellen Ausdruck des SARS-CoV-2-Rezeptors in der Plazenta beobachtet, was erklären könnte, warum das Virus manchmal auf den Fötus übergeht», erläutert Marco Alves vom Institut für Virologie und Immunologie IVI in Bern.

    Schwangere Frau Corona
    Schwangere Frauen sind auf der Liste der Corona-Risikopersonen. - Keystone

    «Die Tatsache, dass das Virus die Plazenta infizieren und sich dort stark vermehren kann, zeigt die Notwendigkeit der Impfung», so Alves. Für den Fötus sei die Impfung gefahrlos, weil die mRNA die Plazentaschranke nicht durchdringt, wohl aber die von der Mutter gebildeten Antikörper. Das Kind kommt also nicht mit dem Impfstoff in Kontakt, sondern «erbt» die natürlichen Antikörper der Mutter.

    Die Resultate der Studie des Teams um PD Dr. Marco Alves (IVI Bern) und Prof. Dr. David Baud (Centre Hospitalier Universitaire Vaudois, Chuv) wurden im Wissenschaftsmagazin «Cell Reports Medicine» veröffentlicht.

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