Studie

AKWs gefährden laut Sudie tausende von Arbeitsplätzen

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Zürich,

Das AKW-Neubauverbot in der Schweiz soll gekippt werden. Doch: Der Bau neuer AKWs hätte negative Folgen für die Schweizer Arbeitnehmer, so eine neue Studie.

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Neue AKWs (im Bild das AKW Leibstadt) würden Arbeitsplätze in der Schweizer Bau- und Energiebranche gefährden. Das geht aus einer neuen Studie hervor. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Schweiz soll das vom Volk beschlossene AKW-Neubauverbot gekippt werden.
  • Nun mahnt eine neue Studie: Neue AKWs könnten tausende Arbeitsplätze vernichten.
  • Davon betröffen wären die Photovoltaik- und die Baubranche.

Würden Atomkraftwerke in der Schweiz wieder erlaubt, hätte das negative Folgen für die Beschäftigung in den Bau- und Erneuerbaren-Branchen.

Eine aktuelle Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zeigt, dass tausende von Arbeitsplätzen gefährdet wären.

Allein eine Streichung des AKW-Neubauverbots ohne weitere Schritte würde in den nächsten fünf Jahren 5800 bis 9500 Arbeitsplätze gefährden. Das in der Photovoltaik- und der Baubranche.

Über 10'000 Arbeitsplätze gefährdet

In den nächsten zehn Jahren könnten es bis zu 10'600 Arbeitsplätze sein. Das stellen die Studienautoren Dominic Müller, Aurelio Perot, Natalie Stalder und Jürg Rohrer fest.

In den nächsten zehn Jahren insgesamt 10'000 bis 16'000 Arbeitsplätze in der Schweiz gefährdet wären. Dies, wenn es zu einer Planung oder dem Bau eines neuen AKWs kommen würde.

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Könnten in der Schweiz mehr als 10'000 Arbeitsplätze vernichten: neue AKWs (im Bild das AKW Leibstadt). - keystone

Zwar würde ein AKW-Neubau auch neue Stellen schaffen. Doch: Die Schweiz müsste das nötige Know-how und die Technologie aus dem Ausland einkaufen.

Deshalb könnten die gefährdeten Arbeitsplätze durch ein AKW-Projekt jedoch auch langfristig nicht annähernd kompensiert werden.

AKW-Neubauverbot «schützt dezentrale Arbeitsplätze in der Schweiz»

Die Studie hält fest, «eine Energie- und Klimapolitik, die auf erneuerbare Energien und Gebäudesanierung setzt, ist nicht nur aus ökologischer». Sie sei vielmehr auch «aus beschäftigungspolitischer Sicht überlegen».

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AKWs (im Bild das stillgelegte AKW Mühleberg) seien auch für den Schweizer Jobmarkt und nicht nur ökologisch überlegen, so die neue Studie. - keystone

Das AKW-Neubauverbot im Kernenergiegesetz «schütze nicht nur den Investitionspfad in erneuerbare Energien, sondern auch dezentrale Arbeitsplätze in der Schweiz».

2017 stimmte die Schweizer Stimmbevölkerung mit einem Ja-Stimmenanteil von über 58 Prozent der Energiestrategie 2050 zu. 2018 wurde in der Folge das Kernenergiegesetz angepasst, das seither den Neubau von Atomkraftwerken verbietet.

In Bundesbern will man das AKW-Neubauverbot kippen

Im Juni 2024 stimmte die Schweizer Stimmbevölkerung mit einem Ja-Stimmenanteil von 68 Prozent dem Stromgesetz zu. Dieses verankerte neue verbindliche Ausbauziele für erneuerbare Energien für die Jahre 2035 und 2050. Das AKW-Neubauverbot blieb dabei erhalten.

2024 wurde die Volksinitiative «Jederzeit Strom für alle (Blackout stoppen)» eingereicht. Diese verlangt, dass alle klimaschonenden Arten der Stromerzeugung zulässig sein sollen.

Sollten wieder AKWs gebaut werden dürfen?

Damit fordert die Initiative indirekt die Streichung des AKW-Neubauverbots sowie ein Verbot fossiler Stromkraftwerke.

Der Bundesrat lehnt die Initiative ab, schlägt aber als indirekten Gegenvorschlag eine Anpassung des Kernenergiegesetzes vor. Dieses sieht vor, den Neubau von Kernkraftwerken wieder zu ermöglichen. Fossile Kraftwerke sollen derweil weiterhin zulässig bleiben.

Kommentare

User #5079 (nicht angemeldet)

Go for AKW.

User #1893 (nicht angemeldet)

EINE STUDIE VON LINKS + GRÜN ERSTELLT ??????

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