Studie

Musik kann Parkinson-Symptome lindern

Keystone-SDA
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Luzern,

Eine Studie zeigt: Rhythmen und Melodien können Parkinson-Symptome lindern. Selbst vorgestellte Musik bringt Betroffene wieder in Bewegung.

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Musik kann helfen, Menschen mit Parkinson in Bewegung zu bringen. (Symbolbild) - pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Musik lindert Parkinson-Symptome wie Bewegungsblockaden und Antriebslosigkeit.
  • Schon das innere Vorstellen von Liedern kann Freezes lösen.
  • Musik wirkt als Taktgeber oder mentales Signal beim Gehen.

Von Mani Matter bis zu den Bee Gees: Musik kann die Symptome der Parkinson-Krankheit lindern. Laut einer Studie der Hochschule Luzern können Melodien und Rhythmen Bewegungsfähigkeit, Motivation und Stimmung von Menschen mit Parkinson verbessern.

Dies sogar, wenn die Musik nur im Kopf stattfindet. Projektleiterin Dawn Rose sagt: «Bei einigen Patienten half es sogar, sich die Zeilen eines Liedes vorzustellen, um aus einem Freeze herauszukommen.»

Ein «Freeze» ist ein typisches Symptom der Nervenkrankheit Parkinson. Es bezeichnet eine plötzliche Bewegungsblockade, bei der Betroffene wie eingefroren stehen bleiben.

Rhythmus löst Blockaden

Für die Studie wurde Musik auf zwei Arten genutzt: Einerseits diente sie als äusserer rhythmischer Taktgeber, etwa beim Gehen.

Andererseits lernten die Teilnehmenden, Musik innerlich abzurufen und als mentales Signal zu nutzen. Eine Art «innere Jukebox», die Bewegungen unterstützen oder Blockaden lösen kann.

Die Parkinson-Betroffenen gaben dabei als Expertinnen und Experten für ihren eigenen Körper Rückmeldungen.

Eine Teilnehmerin berichtete laut der HSLU etwa, dass sie sich beim Gehen Musik aus ihrer Jugend vorstelle. Dies verhelfe ihr zu einem gleichmässigen Gang.

Kennst du jemanden, der an Parkinson erkrankt ist?

Die Studie stellte zudem fest, dass Musik den bei Parkinson oft gedämpften Antrieb zu Aktivitäten steigern und stimmungsaufhellend sein kann.

Um Veränderungen in der Bewegung messbar zu machen, nutzten die Forschenden zudem Motion-Capture-Technologie aus der Filmindustrie.

Von Marschmusik bis Haka: Wirkung ist individuell

Welche Musik hilft, unterscheidet sich je nach Person und Symptom. So kann laut der HSLU Marschmusik dabei unterstützen, beim Gehen den Takt zu finden und zu halten.

Das Erlernen des Haka, eines Kriegertanzes aus der Kultur der Māori in Neuseeland, kann hingegen Mimik und Stimmkraft verbessern.

Die Songs, die den Betroffenen auf unterschiedliche Weise halfen, sammelten die Forschenden in Playlists. In der Playlist für das Gehen finden sich unter anderem «Stayin’ Alive» von den Bee Gees. Auch mit «Always Look on the Bright Side of Life» von Monty Python konnten positive Effekte erzielt werden.

In der Liste mit stimmungsaufhellender Musik sind etwa «Glöggelä» von Trauffer und «D'Nase» von Mani Matter.

Kommentare

User #3145 (nicht angemeldet)

Unfassbar erstaunlich was in der Natur Alles vorhanden wäre

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