Melissa Naschenweng sorgt mit KI-Fehler für Schlagzeilen
Melissa Naschenweng gerät wegen einer fehlerhaften KI-Untertitelung in die Schlagzeilen. Das Management reagierte umgehend und deaktivierte die Funktion.

Eine automatische Untertitelung auf Facebook hat bei Schlagerstar Melissa Naschenweng für Aufregung gesorgt. Eine künstliche Intelligenz interpretierte eine Liedzeile aus ihrem Kärntner Dialekt falsch und erzeugte dadurch einen problematischen Untertitel.
Laut dem «Focus online» veröffentlichte die 36-jährige Sängerin einen Rückblick auf ihre Konzerte in Tirol. Die automatische Untertitelfunktion des Meta-Konzerns machte aus «I steh auf Bergbauernbuam» fälschlicherweise den Untertitel «Ich steh auf die Nazis».
Nachdem Nutzer auf den Fehler aufmerksam wurden, reagierte das Team der Sängerin umgehend. Die automatische Untertitelung auf Facebook wurde vorsorglich deaktiviert.
Dialekt stellt KI vor Herausforderungen
Dem «Focus online» zufolge erklärte das Management, man wolle die Ursache der fehlerhaften Transkription untersuchen. Bis zur Klärung bleibt die Funktion auf Facebook ausgeschaltet.
Automatische Spracherkennungssysteme haben laut dem «SRF» besonders bei regionalen Dialekten häufig Schwierigkeiten. Begriffe wie «Bergbauernbuam» können von KI-Modellen falsch erkannt werden, da sie nicht immer in gängigen Sprachdaten enthalten sind.
Fachleute sprechen bei solchen Fehlleistungen von «inappropriate content hallucination». Dabei erzeugen KI-Systeme problematische Inhalte, obwohl diese tatsächlich nie gesagt wurden.
KI-Fehler sind kein Einzelfall
Der Fall von Melissa Naschenweng reiht sich in eine Reihe ähnlicher Probleme bei automatischen Untertiteln ein. Auch bei Youtube und anderen Diensten wurden bereits fehlerhafte Transkriptionen dokumentiert, wie das «SRF» berichtet.
Bei einer walisischen Kinderbuchlesung wandelte ein System ein Wort für «schnarchen» mehrfach falsch um. Eine Untersuchung mit mehr als 7000 Youtube-Videos zeigte zudem weitere fehlerhafte Übersetzungen.
Auch der «Merkur» schreibt über die Grenzen heutiger Spracherkennung. Besonders Mundarten und regionale Ausdrücke stellen viele KI-Systeme weiterhin vor Herausforderungen.
Melissa Naschenweng reagiert auf Spott und Hass-Kommentare
Melissa Naschenweng selbst äusserte sich bislang nicht direkt zur fehlerhaften Untertitelung. Stattdessen reagierte sie auf allgemeine Kritik an ihrem Auftreten und ihrem Image als «Alpenbarbie».
Auf den Kommentar eines Nutzers, sie solle lieber Barbie spielen als Harmonika, antwortete die Musikerin laut dem «Focus online»: «Ich spiel' beides!» Zudem veröffentlichte sie eine Botschaft gegen Hass in sozialen Netzwerken.

Sie erklärte, dass sie ihre Zeit lieber für Musik, Freude und Frieden einsetzen wolle. Wann die automatische Untertitelfunktion auf der Facebook-Seite der Sängerin wieder aktiviert wird, ist derzeit offen.












