Studie

Zugehörigkeit steht für jugendliche Heimbewohnende im Vordergrund

Keystone-SDA
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Muttenz,

Zugehörigkeit ist für jugendliche Heimbewohnende ein entscheidender Faktor in Bezug auf das Wohlbefinden. Dies geht aus den ersten Ergebnissen der Studie Steplife der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und der Ostschweizer Fachhochschule (OST) hervor.

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Zugehörigkeit steht für jugendliche Heimbewohnende im Vordergrund. - keystone

Die Fachhochschule für Soziale Arbeit der FHNW und die OST haben im Rahmen der Studie Steplife (Stationäre Erziehungshilfen im persönlichen Leben) 599 Jugendliche aus 90 Heimen in 15 Deutschschweizer Kantonen befragt, wie die FHNW in einer Medienmitteilung vom Donnerstag schreibt.

Dabei seien Kinder und Jugendliche in stationärer Betreuung befragt worden, was ihnen das Heim bedeute und wie zufrieden sie damit seien, heisst es. Es sei die erste systematische Befragung dieser Art in der Deutschschweiz.

«Sie leben gleichzeitig an mehreren Wohnorten mit unterschiedlichen Personen. An jedem dieser Orte müssen sie soziale und räumliche Zugehörigkeit herstellen», wird Co-Projektleiterin Dorothee Schaffner von der FHNW zitiert. Gelinge ihnen das, würde sich ihr Wohlbefinden steigern, wie die Daten klar zeigten. Daher müsse man die Herstellung von Zugehörigkeit «unbedingt unterstützen».

Nach Abschluss der Datenerhebung machen sich die Forschenden nun an die vertiefte Auswertung, wie es weiter heisst. Allerdings hätten innerhalb der Gesamtergebnisse bereits drei klare Feststellungen gemacht werden können. Erstens, das Zuhause sei für die Befragten mehr als nur ein physischer Ort. 83 Prozent hätten während der ersten Befragung an mindestens einem weiteren Ort gewohnt.

Es gehe vor allem auch um die Personen, schreibt die FHNW weiter. «Schwierig wird es, wenn es im Heim nicht gelingt, Zugehörigkeit herzustellen, oder das Gefühl der Zugehörigkeit an keinem Ort entstehen kann», erklärt Schaffner.

Zum Verständnis müssten relevante Orte und Netzwerke der Jugendlichen einbezogen werden, so Schaffner. Fach- und Bezugspersonen in den Heimen seien zwar wichtig für die Unterstützung, im Hinblick auf die Zugehörigkeit aber weniger bedeutsam.

Zweitens: Im Schnitt nannten die befragten Jugendlichen sechs Personen, die ihnen wichtig sind, wie es im Communiqué steht. Auffallend sei, dass die meisten von ihnen nicht im Heim lebten. Es handle sich um Familienmitglieder, Verwandte oder Freundinnen und Freunde. Auch Tiere könnten zu den wichtigen Beziehungen gehören.

Und drittens gab ein Viertel der Befragten an, dass Wechsel für sie sehr anspruchsvoll seien, wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist. Diese könnten zurück zur Familie, in ein anderes Heim oder in eine eigene Wohnung erfolgen. Dabei könnten wichtige Beziehungen und Unterstützung verloren gehen. Laut Schaffner ist es deshalb wichtig, der Übergang aus dem Heim gut zu planen.

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Kommentare

User #5407 (nicht angemeldet)

Spielen sie auch schwarzer Peter?

User #3729 (nicht angemeldet)

Als ich im Heim war, war es der Horror, weil die anderen Jugendlichen klauten, ständig Unsinn machten usw... man konnte sich kaum auf seine Hausaufgaben konzentrieren.... Die Pflegefamilie dort war man nur weil die eine gratis Hilfskraft suchten, und die bekamen noch Geld dafür vom Staat. Zudem hatten die ein Alkoholproblem, worauf ich dem Sozialarbeiter sagte, dass ich dort nicht mehr hingehen will. Von wegen "Netzwerken" -- es war kein guter Einfluss, wenn andere Jugendliche im Heim ständig Ladendiebstahl machten, die Polizei wegen denen oft im haus war... und du in der Pflegefamilie bloss des Geldes wegen und zum arbeiten platziert wirst..... Für wie dumm halten die uns Heimkinder eigentlich. Krass...

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