Stadt Zürich

«Hündeler» demonstrieren für Sihlzugang auf der Zürcher Allmend

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Die Stadt Zürich will einen Teil des Sihlufers auf der Allmend Brunau für Hunde sperren. Am Samstagnachmittag haben laut dem Organisator mehrere Dutzend Personen mit ihren Hunden dagegen demonstriert.

Protest am Samstag in Zürich gegen die städtische Hunde-Politik Die Stadt stützt sich dabei auf eine Bevölkerungsbefragung. Zudem sei das umstrittene Gebiet im Nutzungskonzept für ...
Protest am Samstag in Zürich gegen die städtische Hunde-Politik Die Stadt stützt sich dabei auf eine Bevölkerungsbefragung. Zudem sei das umstrittene Gebiet im Nutzungskonzept für ... - KEYSTONE/CLAUDIO THOMA

Am rechten Sihlufer soll ein Teil für Hunde gesperrt werden, auf rund 450 Metern Länge. So will es die Stadt Zürich. Sie führt an, dass sich die Gegend und die Bedürfnisse verändert hätten. Im nahen Quartier Manegg wurde in den letzten Jahren viel gebaut. So würden etwa mehr Familien die Allmend nutzen.

Die Stadt stützt sich auf eine Bevölkerungsbefragung. Zudem sei das Gebiet im Nutzungskonzept für die Allmend aus dem Jahr 2003 als hundefreie Zone ausgewiesen.

Noch bis 24. Juli können Einsprachen gegen die neue Nutzung eingeschickt werden. SVP-Gemeinderat Johann Widmer, selber Hundehalter, koordiniert den Widerstand mit einer Website. Auf dieser können Interessierte Vorlagen für Einsprachen herunterladen.

Organisator der Demonstration vom Samstag ist Fernsehmoderator Salar Bahrampoori. Er schätzt die Zahl der Teilnehmenden auf 25 bis 30, darunter Hundehalterinnen und -halter, aber auch einfach Tierfreunde. «Die geplante Verbotszone umfasst genau jenen Abschnitt der Sihl, an dem Hunde heute unkompliziert ins Wasser gelangen können», sagt er. Gerade während Hitzeperioden sei dieser Zugang von grosser Bedeutung.

«Die Allmend sollte doch für alle sein. Auch Hunde haben ein Anrecht auf einen Ort, wo sie sich richtig austoben können. Und das hier ist die grösste Freilaufzone in Zürich», so Bahrampoori.

Unbestritten ist, dass die Allmend bei Hundehalterinnen und Hundehaltern äusserst beliebt ist. Nirgends können sich Hunde auf so einer grossen Fläche ohne Leine bewegen. Einschränkungen gibt es bereits. Eine grosse Wiese ist als «Erholungszone» eingezäunt, Hunde müssen draussen bleiben. Auch bei den Sportplätzen sind Hunde nicht erlaubt.

Die Verbotszone an der Sihl soll ab März 2027 gelten.

Kommentare

User #5577 (nicht angemeldet)

Wer Lösungen will, findet Wege. Wer keine will, findet Ausreden. Genau das scheint hier der Fall zu sein. Anstatt gemeinsam nach praktikablen Lösungen zu suchen, wird zur einfachsten Massnahme gegriffen: verbieten. Es ist bequemer, ein Schild aufzustellen oder ein Verbot zu erlassen, als unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bringen. Das spart Arbeit – zumindest kurzfristig. Doch gute Politik zeichnet sich nicht dadurch aus, dass sie den geringsten Aufwand betreibt, sondern dass sie tragfähige Lösungen entwickelt. Verantwortungsvolle Hundehalter, Familien, Sportler und Erholungssuchende müssen sich den öffentlichen Raum teilen. Das funktioniert nicht mit immer neuen Verboten, sondern mit klaren Regeln, gegenseitiger Rücksicht und dem Willen, Lösungen zu finden. Denn am Ende gilt: Wer etwas lösen will, findet einen Weg. Wer es nicht lösen will, findet einen Vorwand.

User #1293 (nicht angemeldet)

Ich habe die Truppe heute gesehen - und sie war natürlich das beste Argument, die Hunde-Szene dort einzudämmen. Die Strasse(!) dort ist eine ausgewiesene Velo-Route, trotzdem laufen dort jeden Tag bestimmt ein Dutzend Hunde kreuz und quer. So stand die Demo-Truppe dann vorhin auch mitten im weg, während Velos und Fussgänger sich halt irgendwie durch das Rudel durchschlängeln durften.

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