Nachdem Dutzende Migranten Corona-positiv getestet worden sind, haben die zyprischen Gesundheitsbehörden Hunderte Menschen aus dem grössten Registrierlager der Mittelmeerinsel geholt.
ARCHIV - Ein Mensch geht an den Zelten in einem Flüchtlingslager auf Zypern vorbei. Das EU-Mitgliedsland Zypern hat erneut ankommende Migranten zurückgeschickt. Foto: Petros Karadjias/AP/dpa
ARCHIV - Ein Mensch geht an den Zelten in einem Flüchtlingslager auf Zypern vorbei. Das EU-Mitgliedsland Zypern hat erneut ankommende Migranten zurückgeschickt. Foto: Petros Karadjias/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Petros Karadjias

Das Wichtigste in Kürze

  • Im völlig überfüllten Migrantenlager Pournara auf Zypern gibt es zahlreiche Corona-Fälle.
  • 585 Menschen wurden darum in ein neues Camp gebracht, dass als Isolierstation dienen soll.

Wie der zyprische Staatsrundfunk (RIK) am Mittwochmorgen weiter berichtete, wurden am Vortag im völlig überfüllten Registrierlager Pournara wenige Kilometer westlich der Hauptstadt Nikosia zunächst 82 Menschen Corona-positiv getestet.

Daraufhin wurden sie sowie auch ihre Kontakte - insgesamt 585 Menschen - mit Lastwagen der zyprischen Nationalgarde in ein Camp gebracht, das als Isolierstation dienen soll. Die Gesundheitsbehörden setzten am Mittwoch die Tests im Lager Pournara fort, hiess es.

Das Flüchtlingslager Pournara mit einer Aufnahmekapazität für 1200 Menschen sei so überfüllt, das mittlerweile Hunderte Migranten ausserhalb des Lagers in Zelten ausharren müssten, berichteten zyprische Medien übereinstimmend. Im Verhältnis zur Bevölkerungsgrösse gingen laut EU-Statistik 2020 die meisten Asylanträge in der EU in Zypern ein.

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