Auch 20 Jahre nach seinem berühmten Satz «Ich bin schwul - und das ist auch gut so» macht es aus Sicht des früheren Berliner Bürgermeisters Klaus Wowereit immer noch einen Unterschied, ob jemand homosexuell ist oder nicht.
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Klaus Wowereit (SPD), ehemaliger Regierender Bürgermeister vor Berlin. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • «Wir kennen gesellschaftliche Bereiche, wo das absolut noch tabu ist oder ein Killer für die Karriere, ob es der Herrenfussball ist oder ob es die Banker oder die CEOs in den grossen Unternehmen sind», sagte der Wowereit am Mittwoch bei einer Podiumsdiskussion im Berliner Willy-Brandt-Haus.

«Da werden wir lange suchen müssen, bis wir da einen Geouteten finden. Das ist schon immer noch ein gesellschaftliches Thema.»

Wowereit (67) hatte den immer wieder zitierten Satz auf einem Parteitag am 10. Juni 2001 vor seiner Nominierung zum SPD-Kandidaten für das Amt des Regierenden Bürgermeisters von Berlin gesagt. Über Nacht wurde der Jurist und damalige SPD-Fraktionschef damit bekannt. Erstmals hatte ein Spitzenpolitiker in Deutschland es gewagt, seine Homosexualität öffentlich zu machen. Nach Ansicht vieler Politikbeobachter hat er damit der politischen Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben den Weg geebnet. Wowereit regierte die deutsche Hauptstadt bis 2014.

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