«Wirtschaftsweisen»-Chefin: Einbürgerungsreform zu begrüssen

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    Deutschland,

    Wirtschaftsexpertin Monika Schnitzer unterstützt den Vorstoss der Bundesregierung und verweist dabei auf den steigenden Fachkräftemangel. Auch der Mittelstand befürwortet die Pläne.

    Monika Schnitzer ist Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
    Monika Schnitzer ist Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. - Michael Kappeler/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Vorsitzende der «Wirtschaftsweisen», Monika Schnitzer, hat sich hinter die von der Bundesregierung geplante Reform des Staatsbürgerschaftsrechts gestellt.

    Eine erleichterte Einbürgerung stärke die Integration der in Deutschland lebenden und arbeitenden Ausländerinnen und Ausländer sowie deren Kinder, sagte die Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung den Zeitungen der Funke Mediengruppe. «Angesichts des demografischen Wandels und des steigenden Fachkräfte- und Arbeitskräftemangels ist das unbedingt zu begrüssen.»

    Auch der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMV) befürwortete die Ampel-Pläne. Der Abbau bürokratischer Hürden bei der Einbürgerung von Softwareingenieuren und Pflegekräften könne sich langfristig als wichtiger Standortvorteil für Deutschland erweisen, sagte Bundesgeschäftsführer Markus Jerger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    Union lehnt das Vorhaben ab

    Die Bundesregierung will die gesetzlichen Hürden für Einbürgerungen senken. So soll man nach einem Entwurf des Innenministeriums statt wie bislang nach acht Jahren künftig bereits nach fünf Jahren Aufenthalt in Deutschland die Staatsbürgerschaft erhalten können. Bei «besonderen Integrationsleistungen» soll dies schon nach drei Jahren möglich werden – etwa wenn Einwanderer besondere schulische oder berufliche Leistungen oder ehrenamtliches Engagement gezeigt haben oder wenn sie über besonders gute Sprachkenntnisse verfügen. Die Union lehnt das Vorhaben ab, in Teilen der FDP gibt es Vorbehalte.

    «Die Ampel begeht einen schweren Fehler, wenn sie die Kriterien für den Erhalt der Staatsbürgerschaft aufweicht», sagte CDU-Generalsekretär Mario Czaja den Funke-Zeitungen. «Die Staatsangehörigkeit ist kein Artikel, den es bei Black Friday im Sonderangebot gibt.»

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