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WHO informiert: «Es gibt kein Gegenmittel»

Laurin Zaugg
Laurin Zaugg, Keystone-SDA

Spanien,

Der Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff lässt Corona-Erinnerungen hochkommen. Wie gefährlich ist das Virus? Alle Entwicklungen hier im Ticker.

Tedros Ghebreyesus
WHO-Chef Tedros Ghebreyesus (61) informiert am Donnerstagnachmittag an einer Pressekonferenz über das Hantavirus. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» ist das Hantavirus ausgebrochen. Drei Menschen starben.
  • Die WHO spricht am Donnerstagnachmittag von bisher fünf bestätigten Fällen.
  • Von einer grossen Epidemie geht die WHO nicht aus, das Risiko sei minimal.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erhielt am 2. Mai die Meldung, dass sich Gäste des Kreuzfahrtschiffs «Hondius» mit dem Hantavirus angesteckt hatten.

Drei Gäste des Schiffs sind bisher gestorben. Insgesamt wurden fünf Infektionen bestätigt.

Als Patient Null gilt ein niederländisches Ehepaar, das verstorben ist. Möglicherweise steckten sich die beiden 69-Jährigen auf einer Vogeltour in Argentinien an.

Bei einem Zwischenstopp des Schiffes auf der britischen Insel auf St. Helena hatten noch nach dem ersten Todesfall 29 Passagiere, darunter ein Schweizer, das Schiff verlassen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekräftigt aber, dass die Infektionsgefahr klein sei und dass dies nicht mit dem Coronavirus zu vergleichen sei.

Hast du Angst, dich mit dem Hantavirus anzustecken?

Alle Entwicklungen zum Hantavirus gibt es hier im Ticker!

Kontaktverfolgung nach Zürcher Hantavirus-Fall aktiviert

17.17: Nach der Aufnahme eines Hantavirus-Patienten in Zürich läuft laut der Weltgesundheitsorganisation in der Schweiz derzeit die rückwirkende Kontaktverfolgung. Die Behörden haben entsprechende Massnahmen eingeleitet.

Dieser Prozess brauche Zeit, sagte Abdirahman Mahamud von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag vor den Medien in Genf. Jedes Land verfolge dabei einen eigenen Ansatz.

Die WHO werde voraussichtlich am Freitag entsprechende Richtlinien veröffentlichen.

Der Hantavirus-Patient in Zürich ist den Angaben des Universitätsspitals gemäss seit dem 4. Mai in Behandlung. Er befindet sich demnach weiterhin in stabilem Zustand.

WHO informiert an Pressekonferenz über das Hantavirus

17.00: Nach dem Hantavirus-Ausbruch bei einer Kreuzfahrt hat die WHO inzwischen fünf von acht Verdachtsfällen als offizielle Hantavirus-Fälle bestätigt.

Bei den übrigen drei handelt es sich demnach weiter um Verdachtsfälle. Das sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus während der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag.

Tedros Adhanom Ghebreyesus
WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. - keystone

Aufgrund der Inkubationszeit des Andes-Typs des Virus von bis zu sechs Wochen, sei es möglich, dass weitere bestätigte Fälle hinzukommen. Obwohl der Ausbruch ein ernsthafter Vorfall sei, stufe die WHO das Gesundheitsrisiko für die Öffentlichkeit als gering ein.

Mit einer Pandemie sei laut Ghebreyesus nicht zu rechnen. «Das Risiko ist minimal», sagt er.

Die Fieberexpertin Anaïs Legand sagt während der Pressekonferenz: «Es gibt kein medizinisches Gegenmittel». Die WHO ermutige Wissenschaftler und Länder, ein lebensrettendes Gegenmittel zu entwickeln.

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Kommentare

User #2205 (nicht angemeldet)

Griffithsin, ein aus Rotalgen gewonnenes Protein, zeigt in Laborstudien eine starke antivirale Wirkung gegen Hantaviren. Es hemmt das Eindringen von Viren in Zellen, einschließlich des Andes-Virus (ANDV) und des Hantaan-Virus (HTNV), indem es an deren Hüllproteine bindet. Studien zeigen, dass es die Infektion um bis zu 95 % reduziert und in Tierversuchen eine hohe Schutzwirkung bietet.

User #2205 (nicht angemeldet)

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