29 Passagiere verliessen Schiff bei Zwischenstopp

Eine Flight Attendant, die in direktem Kontakt zu einer mit dem Hantavirus infizierten Frau stand, ist mit Symptomen in ein Spital eingeliefert worden.

Hondius
Auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» ist es zu einem Hantavirus-Ausbruch gekommen – mehrere Passagiere sind bereits gestorben. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Flugbegleiterin liegt mit leichten Hantavirus-Symptomen in einem Amsterdamer Spital.
  • Die Flight Attendant hatte zuvor direkten Kontakt mit der verstorbenen infizierten Frau.
  • 29 Passagiere verliessen das Schiff am 24. April bei einem Zwischenstoff auf einer Insel.

Das teilte das Gesundheitsministerium in Den Haag mit. Die Flugbegleiterin habe leichte Symptome und befinde sich in Isolation. Sie werde nun auf das Hantavirus getestet.

Sie war in Johannesburg an Bord des KLM-Flugzeuges, auf dem für kurze Zeit auch eine Niederländerin war, die kurze Zeit später an dem Virus starb.

Diese 69-jährige Frau war an Bord des Kreuzfahrtschiffs «Hondius» gewesen, auf dem es Infektionsfälle gab, und wollte am 25. April in Johannesburg mit dem KLM-Flug nach Amsterdam zurückfliegen.

Hantavirus
Auf der MV Hondius ist es zu einem Hantavirus-Ausbruch gekommen. - keystone

Doch angesichts ihres schlechten Gesundheitszustandes hatte die Crew nach einem Bericht der KLM entschieden, sie nicht mitzunehmen.

Die Frau musste demnach das Flugzeug verlassen. Sie starb einen Tag später in einem Spital. Zuvor war bereits ihr Mann an Bord der «Hondius» gestorben.

Die niederländischen Behörden haben Kontakt zu allen Passagieren an Bord der KLM-Maschine aufgenommen. Sie werden den Angaben zufolge regelmässig kontrolliert.

Flug mit krankem Crew-Mitglied der «Hondius» gelandet

Das zweite Evakuierungsflugzeug mit einem kranken Crew-Mitglied des vom Hantavirus getroffenen Kreuzfahrtschiffes ist auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol gelandet. Der Patient wurde nach Angaben der Behörden in ein Spital eingeliefert.

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Insgesamt waren am Mittwoch drei Menschen von Bord des Schiffes, das zu dem Zeitpunkt vor Kap Verde lag, evakuiert worden. Zwei kranke Besatzungsmitglieder, ein Brite (56) und ein Niederländer (41), sowie eine deutsche Frau (65).

29 Passagiere verliessen Schiff bei Zwischenstopp

Das Kreuzfahrtschiff hat noch vor der Entdeckung des Hantavirus einen Zwischenstopp gemacht, auf dem nach Angaben des Veranstalters Oceanwide Expeditions 29 Passagiere von Bord gingen.

Diese Passagiere hätten am 24. April auf der britischen Insel St. Helena im Süden des Atlantischen Ozeans das Schiff verlassen. Das war den Angaben zufolge gut zehn Tage vor der Bestätigung des ersten Hantavirus-Falles.

Die Passagiere kamen den Angaben zufolge aus etwa 12 Ländern. Auch ein Schweizer hatte in St. Helena das Schiff verlassen. Dieser liegt seit dem 4. Mai im Universitätsspital Zürich ist nach wie vor in stabilem Zustand.

Dem niederländischen Aussenministerium zufolge leiten nun die Gesundheitsbehörden Grossbritanniens gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation WHO die Untersuchung, ob Passagiere mögliche Symptome aufweisen.

«Hondius» unterwegs nach Teneriffa

Das unter niederländischer Flagge fahrende Schiff mit knapp 150 Menschen an Bord ist nun auf dem Weg nach Teneriffa, wo es am Sonntag ankommen soll. Es lag tagelang vor Kap Verde vor Anker.

An Bord der «Hondius» befinden sich zwei auf Infektionskrankheiten spezialisierte niederländische Ärzte sowie zwei Epidemiologen. Keiner der Passagiere und Crew-Mitglieder weise Symptome auf, teilte der Veranstalter mit.

Hondius
Auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» war auch ein niederländisches Ehepaar. Der Mann starb noch auf dem Schiff am Hantavirus. - keystone

Die Stimmung an Bord sei gut, sagte eine Sprecherin der Reederei. «Die Menschen fühlen sich sehr miteinander verbunden», sagte sie der Nachrichtenagentur ANP.

Auf Teneriffa sollen alle Menschen an Bord untersucht und getestet werden. Wenn sie keine Symptome aufweisen, könnten sie nach Angaben des Veranstalters in ihre Heimatländer zurückkehren.

Unklar ist aber noch, wie die Heimreise organisiert wird. Das britische Aussenministerium organisiert der Nachrichtenagentur PA zufolge einen Charterflug, um symptomfreie Briten nach Hause zu bringen.

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Kommentare

User #3541 (nicht angemeldet)

Hat die Flugbegleiterin die Passagierin umarmt? Hat sie ihr einen Drink gebracht? Was soll das hier heissen: "direkter Kontakt"??? Ich habe normalerweise an Bord keinen "direkten Kontakt" mit der Crew, keinen Austausch von Körperflüssigkeiten usw. Komisch, sowas.

User #1801 (nicht angemeldet)

WHO sollte man abschaffen. Angst schüren ohne wirklich zu wissen wie die Übertragung stattfindet. Könnte sein… oder wahrscheinlich… nichts fundiertes…einfach schrecklich

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