Hantavirus: Patient Null steckte sich bei einer Vogeltour an
Der Patient Null hat sich wohl bei einer Vogeltour in Ushuaia mit dem Hantavirus angesteckt. Mittlerweile sind fünf Fälle bestätigt.

Das Wichtigste in Kürze
- Fünf Personen haben sich mit dem Hantavirus infiziert.
- Patient Null hat sich wohl auf einer Vogeltour ganz im Süden Argentiniens angesteckt.
- Möglicherweise hatte er auf einer Mülldeponie Kontakt mit infizierten Nagern.
Mindestens fünf Passagiere des Kreuzfahrtschiffes MV Hondius infizierten sich mit dem Hantavirus, drei starben.
Wegen des Ausbruchs durfte das Schiff nicht auf Kap Verde anlegen. Stattdessen ist es nun auf dem Weg zu den Kanarischen Inseln.
Als Patient Null gilt ein niederländisches Ehepaar, das verstorben ist. Möglicherweise steckten sich die beiden 69-Jährigen auf einer Vogeltour in Argentinien an.
Das sei die aktuelle These der argentinischen Behörde, die den Fall untersucht, sagen zwei Behördenvertreter gegenüber der Nachrichtenagentur AP.
Das Ehepaar war demnach in Ushuaia, der südlichsten Stadt Argentiniens, auf einer Vogel-Beobachtungstour. Dabei besichtigten sie auch eine Mülldeponie.
Es wird vermutet, dass sie dort mit Nagern, die das Virus trugen, in Kontakt kamen. Anschliessend brachten sie den Erreger auf das Kreuzfahrtschiff.
Auch der Schweizer, der mittlerweile im Universitätsspital Zürich liegt, stieg in Ushuaia in die MV Hondius ein.
Er und seine Ehefrau verliessen das Kreuzfahrtschiff am 24. April – noch bevor der Ausbruch bekannt wurde. Als er Symptome bemerkte, begab er sich ins Spital, wo das Hantavirus nachgewiesen wurde.
















