Waymo-Taxi bringt ganze Strasse um Schlaf
Waymo-Drama in London: Ein selbstfahrendes Taxi irrt nachts durch eine Sackgasse – Die Anwohner werden um 4 Uhr aus dem Schlaf gerissen.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Waymo-Robotaxi weckt die Anwohner einer Londoner Strasse um 4 Uhr morgens.
- Das Fahrzeug blieb dreimal in einer Sackgasse stecken – die Anwohner sind genervt.
- Waymo ist bereits in vielen US-Städten etabliert und wird aktuell in London getestet.
In der Elder Street im Londoner Stadtteil Shoreditch sorgt ein selbstfahrendes Taxi des US-Unternehmens Waymo derzeit für Aufsehen. Und für genervte Anwohner.
Innerhalb nur einer Woche ist das Fahrzeug dreimal in dieselbe schmale Sackgasse gefahren und dort jeweils stecken geblieben. Dabei hat es mitten in der Nacht für ordentlich Chaos gesorgt.
Das weisse, SUV-ähnliche Robotaxi fuhr immer wieder in die gepflasterte Strasse hinein, versuchte zu wenden oder rückwärts herauszufahren. Und scheiterte jedes Mal. Dabei fuhr es teilweise auf den Gehweg, piepste laut und brummte minutenlang in der engen Gasse. Und das um 4 Uhr morgens.
Chris, ein Anwohner, filmte einen der Vorfälle und stellte das Video online. Die Aufnahmen zeigen das hilflose Fahrzeug, das offenbar völlig überfordert in der engen Strasse hin- und her rangiert. Und einfach keinen Ausweg findet.
Das Problem: Eine Sackgasse. Am Ende der Elder Street blockiert nämlich ein Metalltor die Durchfahrt.
Für Menschen ist klar: Hier geht es nicht weiter. Für das Navigationssystem des autonomen Taxis offenbar nicht eindeutig genug. Statt zu stoppen, fährt das Fahrzeug wiederholt hinein – und bleibt jedes Mal stecken.
Besonders ärgerlich für die Anwohner: Es blieb nicht bei einem Ausrutscher. Das Ganze passierte insgesamt dreimal innerhalb weniger Tage.
Auch der Sicherheitsfahrer, der aktuell noch bei allen Fahrten an Bord ist, war in dieser Situation weitgehend machtlos. Auf dem Video ist zu sehen, wie er zunächst aussteigt und das Fahrzeug begutachtet.
Doch auch er kann das festgefahrene Taxi nicht sofort befreien. Stattdessen versucht er anschliessend, das Auto manuell aus der engen Strasse zu manövrieren.
Anwohner geweckt
Chris beklagte, dass die Vorfälle «alle Anwohner geweckt» hätten. Er kritisierte das Unternehmen, dass man den Fehler nicht behoben hat.
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Während Waymo schon längst etliche US-Städte erobert hat (siehe Video), testet es derzeit seine Technologie in London. Insgesamt 24 Fahrzeuge sind dafür in der Stadt unterwegs, um das System auf den Strassenverkehr vorzubereiten.
Das Unternehmen reagierte inzwischen gegenüber den Medien auf die Vorfälle in London. Und erklärte, man habe die Nutzung dieser Strasse eingeschränkt: Die Fahrzeuge sollen dort künftig nicht mehr fahren.
Nicht der erste Patzer
Die Sackgassen-Panne ist jedoch kein Einzelfall. Erst kürzlich geriet ein Waymo-Fahrzeug in einen abgesperrten Tatort im Westen Londons – inklusive Polizeiband und Blaulicht. Auch dort erkannte das System die Situation nicht korrekt.
Auch in den USA kam es zu Vorfällen: Einige Waymo-Fahrzeuge sollen dieses Jahr Schulbusse mit haltenden Kindern illegal überholt haben. Im Oktober 2025 wurde zudem in San Francisco eine Katze von einem Fahrzeug erfasst.
Trotz Kamera-, Radar-, Mikrofon- und Lidar-Sensoren zeigt sich: In engen, ungewöhnlichen Stadtsituationen stösst die Technologie noch an Grenzen.



















