Zürich: Wucher-Tarife sorgen für rote Köpfe bei Taxi-Verbänden!
Streit in der Zürcher Taxibranche! Immer häufiger kommt es zu Wuchertarifen. Deshalb fordern die Taxiverbände nun einen Höchsttarif im Kanton Zürich.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Zürcher Taxiverbände fordern einen Höchsttarif für Taxifahrten.
- Der Grund: Immer häufiger kommt es zu Wuchertarifen.
Normalerweise beklagen sich Fahrerinnen und Fahrer von Uber, Bolt oder traditionellen Taxis in Zürich über zu niedrige Preise. Jetzt schlagen die Taxi Sektion Zürich und der Taxiverband Zürich jedoch einen anderen Ton an.
Kürzlich wandten sie sich mit einem gemeinsamen Antrag an Regierungsrätin Carmen Walker Späh. Die Vorsteherin der Volkswirtschaftsdirektion soll einen kantonalen Höchsttarif für Taxi-Fahrten einführen.
Auslöser für diese Forderung ist das kantonale Taxi- und Limousinengesetz (PTLG). Es trat am 1. Januar 2024 in Kraft und veränderte die Regeln grundlegend. Das Gesetz hob die bisherigen Höchsttarife auf und senkte gleichzeitig die Mindeststandards.
Die Folgen zeigen sich deutlich auf Zürichs Strassen. «Die Einführung des PTLG führte zu einer regelrechten Explosion der zugelassenen Taxi- und Limousinenfahrer», schreiben die Taxiverbände in ihrem Antrag.
Heute seien rund dreimal mehr Taxifahrer unterwegs als vor der Gesetzesänderung. Dabei bleibe der Markt gleich gross. Die vielen neuen Fahrerinnen und Fahrer müssten sich denselben Kundenstamm teilen.

Viele würden deshalb zu Plattformdiensten wie Uber und Bolt wechseln. Andere schlagen jedoch einen anderen Weg ein und erhöhen ihre Preise «ins Uferlose». «Leider gibt es bereits zahlreiche Taxifahrer, die eine regelrechte Abzocke betreiben», kritisieren die Zürcher Taxiverbände. Sie würden ihrer Kundschaft völlig überhöhte Preise in Rechnung stellen.
Die Taxiverbände distanzieren sich klar von solchen Praktiken. Diese Vorgehensweise sei in keiner Weise zu billigen.
Betroffene Kundinnen und Kunden würden sich verzweifelt an die Taxiverbände wenden. «Leider sind uns diesbezüglich die Hände gebunden», heisst es im Antrag. «Wir können sie nur an die nächste Polizeidienststelle verweisen.»
Zürcher Taxiverbände schlagen konkrete Lösung vor
Die Zürcher Taxiverbände schlagen in ihrem Antrag Richtwerte für die kantonalen Höchsttarife vor. «Wir empfehlen dabei den grössten gemeinsamen Wert zu nehmen. Nämlich die jeweils höchsten Tarife unserer Empfehlung, kombiniert mit den gängigen Tarifen der Taxizentralen», heisst es im Antrag.

Fahrerinnen und Fahrer, die diese Höchsttarife überschreiten, müssten Konsequenzen tragen. Sie müssten ihre Taxameter neu programmieren und mittels Abnahmeprotokoll bestätigen lassen.












