Vonovia warnt nach Berliner Volksentscheid vor Hängepartie

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    In Berlin haben die Wählerinnen und Wähler für die Enteignung grosser Immobilienfirmen votiert. Der Immobilienkonzern Vonovia schlägt «konstruktivere» Lösungen vor.

    Auch ein Volksentscheid für die Vergesellschaftung von Immobilienbeständen stand in Berlin zur Abstimmung. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
    Auch ein Volksentscheid für die Vergesellschaftung von Immobilienbeständen stand in Berlin zur Abstimmung. Foto: Sebastian Gollnow/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Deutschlands grösster Immobilienkonzern Vonovia hat nach dem Berliner Volksentscheid über die Enteignung grosser Wohnungsunternehmen vor einer jahrelangen Hängepartie gewarnt.

    «Enteignungen lösen nicht die vielfältigen Herausforderungen auf dem Berliner Wohnungsmarkt», sagte Vonovia-Chef Rolf Buch am Montag. Die Politik könne auch nach dem Entscheid konstruktivere Lösungen erarbeiten, die die Sorgen vieler Menschen aufgriffen, sich ihre Wohnung nicht mehr leisten zu können.

    Die Berlinerinnen und Berliner hatten sich am Sonntag mit 56,4 Prozent für die Enteignung von Wohnungskonzernen ausgesprochen. Damit ist die Landesregierung aufgefordert, «alle Massnahmen einzuleiten», die zur Überführung von Immobilien in Gemeineigentum erforderlich sind und dazu ein Gesetz zu erarbeiten.

    Vonovia steht vor der Übernahme des grössten Berliner Vermieters Deutsche Wohnen. Am Montag teilten die Bochumer mit, dass sie mehr als 50 Prozent des Aktienkapitals der Deutsche Wohnen kontrollieren. Gemeinsam verkaufen beide Unternehmen drei landeseigenen Gesellschaften in Berlin 14.750 Wohnungen sowie 450 Gewerbeeinheiten für 2,46 Milliarden Euro.

    «In der neuen Legislaturperiode brauchen wir deutlich mehr Miteinander statt Konfrontation», forderte Buch. Als nächsten Schritt würden die beiden Unternehmen ihre Mieten in Berlin freiwillig für die kommenden fünf Jahre begrenzen. Darüber hinaus seien sie bereit, 13.000 Wohnungen in Berlin zu bauen.

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