EU

Von der Leyen verteidigt erste 100 Tage als EU-Kommissionschefin

AFP
AFP

Belgien,

Ursula von der Leyen ist seit 100 Tagen EU-Kommissionschefin. Ihre ersten Monate seien von «unvorhergesehenen Herausforderungen» geprägt gewesen.

ursula von der leyen
Ursula von der Leyen spricht an einer Medienkonferenz zu ihren ersten 100 Tagen im Amt als EU-Kommissionschefin. - Dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Ursula von der Leyen ist seit 100 Tagen EU-Kommissionspräsidentin.
  • Ihre ersten Monate waren von «unvorhergesehenen Herausforderungen» geprägt gewesen.
  • Dennoch habe sie wichtige Punkte auf den Weg gebracht, beispielsweise den «Green Deal».

Ursula von der Leyen hat die Bilanz ihrer ersten 100 Tage als EU-Kommissionspräsidentin verteidigt. Ihre ersten Monate im Amt seien von «unvorhergesehenen Herausforderungen» geprägt gewesen. So zum Beispiel mit dem Flüchtlingsandrang an der griechisch-türkischen Grenze und der Corona-Epidemie, sagte die CDU-Politikerin am Montag in Brüssel. Dennoch habe sie wichtige Punkte wie ihre umfassende Klimaschutzstrategie «Green Deal» auf den Weg gebracht.

Ihr Plan ist, die EU bis spätestens 2050 klimaneutral zu machen. Bei Amtsantritt stoss dieser noch auf viel Skepsis, sagte von der Leyen. «Heute ist die Frage nicht mehr, ob wir klimaneutral werden wollen, sondern wie wir dahin kommen.»

ursula von der leyen
Ursula von der Leyen habe trotz Herausforderungen wichtige Punkte auf den Weg gebracht. - Dpa

Der sogenannte Green Deal soll den Wandel hin zu einer Wirtschaft im Sinne des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 ermöglichen. Dabei werden milliardenschwere Investitionen getätigt.

Schnell eine Lösung finden

Allerdings stehe und falle jedes ehrgeizige Vorhaben mit der nötigen finanziellen Ausstattung. «Deshalb rufe ich alle Mitgliedstaaten dazu auf, rasch eine Einigung zum nächsten mehrjährigen Finanzrahmen zu finden», sagte von der Leyen. Es sei bereits «sehr spät». Die EU-Länder hatten sich im Februar nicht auf die Grösse des nächsten siebenjährigen EU-Haushalts ab 2021 einigen können.

ursula von der leyen
Ursula von der Leyen ruft die EU-Mitgliedsstaaten auf, schnell «eine Einigung für den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen zu finden». - Dpa

Auch den Auftakt der Verhandlungen mit Grossbritannien über die künftigen Beziehungen nach dem Brexit bewertete von der Leyen positiv: Bei ihrem Amtsantritt habe es noch viele Fragezeichen gegeben, «jetzt haben wir ein unterzeichnetes Austrittsabkommen» abgeschlossen. Zudem wurde «ein umfassendes Verhandlungsmandat beschlossen und die erste Runde an Verhandlungen hat stattgefunden».

Grossbritannien war am 31. Januar aus der EU ausgetreten. In einer Übergangsphase bis Jahresende bleibt das Land noch im EU-Binnenmarkt und der Zollunion. In dieser Zeit wollen beide Seiten Vereinbarungen zu ihren künftigen Beziehungen schliessen.

Kommentare

Weiterlesen

2 Interaktionen
Brüssel
7 Interaktionen
Brüssel
Berlin

MEHR IN NEWS

portugal
Lissabon
panini
In Brasilien
Schaffhauser Polizei
2 Interaktionen
Schaffhausen
Geothermie
7 Interaktionen
Energie-Hoffnung

MEHR EU

29 Interaktionen
Bern
3 Interaktionen
Aargau
Dünger
9 Interaktionen
Brüssel
Itamar Ben Gvir
20 Interaktionen
Empörung hält an

MEHR AUS BELGIEN

7 Interaktionen
Brüssel
89 Interaktionen
Brüssel
EU
5 Interaktionen
Brüssel
Mark Rutte
3 Interaktionen
Brüssel