Ursula von der Leyen fordert in der Afghanistan-Krise vor allem für Frauen und Kinder sichere Fluchtwege.
Ursula von der Leyen
Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission. - dpa

Die internationale Gemeinschaft muss nach Einschätzung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor allem für afghanische Frauen und Kinder sichere und legale Fluchtwege organisieren. «Diejenigen, die in der Region die meiste Hilfe brauchen, sind in der grossen überwiegenden Zahl Frauen und Frauen und Kinder», sagte sie am Dienstag nach dem per Videokonferenz organisierten G7-Sondergipfel zur Lage in Afghanistan. Deshalb sei es wichtig, sichere Wege zu ermöglichen und zu verhindern, dass die Menschen in die Hände von Schmugglern und Schleppern fielen. Wenn es um die irreguläre Migration gehe, seien 95 Prozent Männer.

Bereits vor der Videokonferenz hatte von der Leyen eine deutliche Erhöhung der humanitären Hilfe für notleidende Afghanen angekündigt.

Ihren Angaben zufolge sollen in diesem Jahr aus dem EU-Haushalt mehr als 200 Millionen Euro für Unterstützungsleistungen zur Verfügung gestellt werden. Das ist rund viermal so viel Geld wie ursprünglich geplant. Die Hilfen werden laut von der Leyen sowohl Menschen innerhalb Afghanistans als auch Flüchtlingen zugutekommen.

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