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    UNO: Mehr als eine Million Menschen in Ost-Kongo seit Jahresbeginn vertrieben

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    Genève,

    Mehr als eine Million Menschen sind nach UN-Angaben seit Jahresbeginn durch die anhaltende Gewalt im Osten der Demokratischen Republik Kongo in die Flucht getrieben worden.

    Ostkongo
    Ein Camp in Kalinga in Ostkongo. (Archivbild) - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Flüchtlinge sind im Land Gewalt ausgesetzt.

    Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) äusserte sich am Dienstag «entsetzt» über die zunehmende Zahl von Angriffen bewaffneter Gruppen gegen vertriebene Zivilisten in dem Land.

    Die Angriffe fänden hauptsächlich im Djugu-Territorium in der Provinz Ituri, in den Fizi- und Mwenga-Territorien in der Provinz Süd-Kivu und in den Masisi- und Rutshuru-Territorien in der Provinz Nord-Kivu statt. Das UNHCR forderte die Behörden im Kongo auf, die Polizei- und Militärpräsenz im Osten des Landes zu verstärken, «um die Sicherheitslage zu verbessern und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen».

    Wie das Flüchtlingshilfswerk mitteilte, ist die vertriebene Bevölkerung auch Vergeltungsangriffen ausgesetzt. Bewaffnete Gruppen würden nachdem Abrücken der Armee in die Gebiete zurückkehren und die Menschen beschuldigen, das Militär zu unterstützen.

    Auch seien Gesundheitszentren Ziele von Angriffen. Dabei würden Medikamenten zur Behandlung HIV-gefährdeter Menschen geplündert. Die Angriffe würden die ohnehin bereits komplexe Situation der Vertriebenen im Osten verschlimmern und Druck auf Gebiete ausüben, die Binnenflüchtlinge beherbergen und Probleme mit der Versorgung von Wasser und Nahrung haben, hiess es.

    Die Demokratische Republik Kongo hat nach Angaben der UNO weltweit eine der höchsten Raten von Binnenvertreibungen. Über fünf Millionen Menschen innerhalb der Landesgrenzen wurden der Organisation zufolge vertrieben, fast eine weitere Million Menschen flüchteten in Nachbarländer. Die meisten der Betroffenen seien Frauen und Kinder.

    Die UNO rief zur Bereitstellung von Hilfsgeldern für den Kongo auf. Bisher habe sie erst 21 Prozent von den dieses Jahr benötigten 168 Millionen Dollar (149,6 Millionen Euro) erhalten.

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