Laut Unicef geht in der Ukraine ein Horror-Schuljahr zu Ende. Zuvor wurde versucht, hunderte Schulkinder in Metrostationen und online zu unterrichten.
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Flüchtlinge aus der Ukraine - POOL/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Gemäss Unicef geht in der Ukraine ein schreckliches Schuljahr zu Ende.
  • Hunderte Schulkinder seien seit Beginn des russischen Angriffskriegs getötet worden.
  • Unterrichtet wurde in der Zeit so gut wie möglich in U-Bahnstationen und online.

In der Ukraine geht nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef ein Horror-Schuljahr zu Ende. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs seien Hunderte Schulkinder getötet geworden, berichtete Unicef am Mittwoch.

15 von 89 vom UN-Kinderhilfswerk Unicef unterstützte Schulen seien im Osten des Landes beschädigt oder zerstört worden. Landesweit wurden demnach Hunderte Schulen durch den Beschuss eng besiedelter Stadtteile getroffen oder als Zufluchtsorte, Lagerstätten oder Militäreinrichtungen umfunktioniert.

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Anna Shevchenko (35) steht neben ihrem zerstörten Haus im ukrainischen Kiew am 3. Mai 2022. - Keystone

Gerade in Krisenzeiten sei es wichtig, dass Kinder mit dem Schulbesuch wenigstens ein Stück Normalität erlebten. Sie sollen durch verpassten Schulstoff nicht ein Leben lang benachteiligt sein. «Zugang zu Bildung kann für Millionen Kinder den Unterschied machen zwischen Hoffnung und Verzweiflung.» Dies sagte der Unicef-Vertreter in der Ukraine, Murat Sahin.

Schulmaterial in U-Bahnstationen verteilt

In den Metrostationen von Charkiw, die als Schutzbunker dienen, habe Unicef kinderfreundliche Räume eingerichtet. Dort beschäftigten sich Lehrerinnen und Lehrer und Psychologen mit den Kindern. Schulmaterial werde dort und in Vertriebenenunterkünften verteilt.

Rund 80'000 vertriebene Teenager nutzten demnach das während der Corona-Pandemie entwickelte Online-Unterrichtsmaterial. Eine digitale Kampagne, die kindgerecht über die Gefährlichkeit von nicht explodiertem Kriegsmaterial aufklärt, erreiche Millionen Kinder.

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