Razzia

    UN nach Razzia: Klimaaktivisten müssen geschützt werden

    Keystone-SDA
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    USA,

    Die Sprecherin von Uno-Guterres sagt, die Klimaaktivisten müssten geschützt werden. Sie hätten dazu beigetragen, dass Regierungen mehr täten.

    Klimaaktivisten
    Polizisten tragen Dokumente aus einer Wohnung nach der Razzia bei der Letzten Generation. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die UN reagiert auf die Razzia in Deutschland gegen Klimaaktivisten.
    • Sie müssten geschützt werden, man brauche sie mehr denn je.
    • Gleichzeitig hätten Regierungen auch die Verantwortung Gesetze durchzusetzen.

    Nach der Razzia gegen die Protestgruppe Letzte Generation haben die Vereinten Nationen die Bedeutung von Klimaschützern und deren Aktionen hervorgehoben. «Klimaaktivisten – angeführt von der moralischen Stimme junger Menschen – haben ihre Ziele auch in den dunkelsten Tagen weiter verfolgt. Sie müssen geschützt werden und wir brauchen sie jetzt mehr denn je», sagte der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres, Stephane Dujarric, der Deutschen Presse-Agentur in New York.

    Protestierende hätten in «entscheidenden Momenten massgeblich dazu beigetragen, Regierungen und Wirtschaftsführer dazu zu bewegen, viel mehr zu tun», sagte Dujarric weiter. Ohne sie wären die weltweiten Klimaziele bereits ausser Reichweite.

    Klimaschtz
    Klimaschützer kleben auf einer Strasse in Deutschland. - keystone

    Guterres' Sprecher gab aber auch zu bedenken, dass Regierungen trotz des Grundrechts auf friedliche Demonstrationen natürlich die Verantwortung hätten, Gesetze durchzusetzen und die Sicherheit zu gewährleisten.

    Deutsche Polizei durchsuchte 15 Wohnungen und Geschäftsräume

    Polizei und Staatsanwaltschaft waren am Mittwochmorgen mit einer Razzia gegen die Klimaschutzgruppe Letzte Generation vorgegangen. Rund 170 Beamte durchsuchten 15 Wohnungen und Geschäftsräume in sieben Bundesländern, wie die Generalstaatsanwaltschaft München und das Bayerische Landeskriminalamt mitteilten. Der Tatvorwurf lautet auf Bildung beziehungsweise Unterstützung einer kriminellen Vereinigung. Die Aktivisten bestreiten vehement, kriminell zu sein.

    Die Gruppe macht regelmässig mit Sitzblockaden und Aktionen in Museen auf die Folgen der Erderhitzung aufmerksam, ihre Mitglieder kleben sich dabei häufig an Strassen oder Kunstwerken fest. Auch Attacken auf Einrichtungen der Ölindustrie werden ihnen vorgeworfen. Mit ihrem Protest will die Letzte Generation die Defizite der deutschen Klimapolitik auf die Agenda bringen – etwa mit Blick auf die immensen klimaschädlichen Emissionen des Autoverkehrs.

    Die Aktivisten verlangen einen sogenannten Gesellschaftsrat, der das Ende der Nutzung fossiler Brennstoffe in Deutschland bis 2030 planen soll. Ausserdem fordern sie Tempo 100 auf Autobahnen und ein 9-Euro-Ticket.

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