UN-Gremium: Belarus drangsaliert auch Landsleute im Ausland

    Keystone-SDA
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    Genève,

    Belarus terrorisiert nach den Recherchen einer unabhängigen UN-Expertinnengruppe zunehmend auch Landsleute im Ausland.

    Lukaschenko
    Alexander Lukaschenko, Präsident von Belarus. (Symbolbild) - keystone

    Menschen, deren Pässe abgelaufen seien, erhielten keinen Ersatz, sondern würden genötigt, dafür nach Belarus zurückzukehren – obwohl vielen von ihnen dort eine Festnahme drohe, sagte Monika Płatek in Genf. Sie ist Mitglied der dreiköpfigen Gruppe unabhängiger Expertinnen, die der UN-Menschenrechtsrat 2024 bestellt hatte.

    Ihren Bericht über die Lage in Belarus legte die Gruppe nun dem UN-Menschenrechtsrat vor. Dafür führte sie Gespräche mit aus der Haft entlassenen Menschen und Menschenrechtsgruppen.

    Auch freigelassene Oppositionelle würden weiter terrorisiert, sagte Płatek. Sie würden zum einen ohne Papiere ins Ausland deportiert. Zum anderen seien ihre Familien in der Heimat Überwachung und Verfolgung ausgesetzt. «Wir stellen fest, dass die Regierung nicht nur ihre eigenen Bürger in Angst und Schrecken versetzt, sondern auch versucht, Menschen im Ausland einzuschüchtern», sagte Płatek.

    Die Expertinnen stellten zudem fest, dass es offenbar eine festgelegte Zahl an Gefängnisinsassen gebe. Sobald eine Gruppe freigelassen werde, würden Bürgerinnen und Bürger auf den Strassen willkürlich aufgegriffen und verhaftet, sagte Płatek.

    «Die internationale Gemeinschaft darf nicht wegschauen», forderte Susan Bazilli, ein weiteres Mitglied der Expertinnengruppe. Diejenigen, die die Menschenrechte verletzen, müssten wissen, dass ihre Taten nicht ungestraft bleiben, sagte sie.

    Nach Angaben der Vorsitzenden der Gruppe, Karinna Moskalenko, verweigert die Regierung jegliche Zusammenarbeit und hat sämtliche Anfragen ignoriert.

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    Kommentare

    User #4509 (nicht angemeldet)

    die Belarussen stehen ohnehin unter dem Kommando Putins. Lukaschenko ist nur noch Staffage.

    User #2552 (nicht angemeldet)

    Sehr sehr un-neutral! Im Umfeld der SVP gibt es bekannte Verbindungen zu Belarus, sowohl auf politischer als auch auf wirtschaftlicher Ebene. Der ehemalige SVP-Nationalrat Hans-Ueli Vogt aus Zürich hat sich wiederholt für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Belarus ausgesprochen, insbesondere in den Bereichen Energie und Handel. Die SVP hat sich in der Vergangenheit gegen Sanktionen gegen Belarus ausgesprochen, was auf eine gewisse Nähe zu den dortigen Machthabern hindeutet. Einige SVP-nahe Unternehmer unterhalten Geschäftsbeziehungen zu belarussischen Firmen, oft über Zwischenhändler, um direkte Verbindungen zum Regime zu vermeiden.

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