Self-Checkout-Kontrolle: In Berner Coop wartet man über 5 Minuten
Wer in der Berner Coop-Filiale Freudenberg an der Self-Checkout-Kasse in die Stichprobe oder in die Alterskontrolle gerät, braucht viel Zeit und Geduld.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Nau.ch-Reporter wartete bei mehreren Kontrollen an der Self-Checkout-Kasse jeweils fünf bis sieben Minuten.
- Coop sagt: «Solche langen Wartezeiten entsprechen nicht unserem Anspruch.»
- Das Personal erhält neben dem Signal an der Self-Checkout-Kasse zusätzlich eine Meldung aufs Mobilgerät.
Wer regelmässig bei Coop einkauft und an Self-Checkout-Kassen bezahlt, kennt es: Zwischendurch leuchtet der Balken über der Kasse rot, auf dem Screen steht «Stichprobe».
Dann muss der Kunde oder die Kundin auf jemanden vom Personal warten, um die Stichprobe durchzuführen. Erst wenn bestätigt ist, dass man alles korrekt eingescannt hat, kann man bezahlen.
Ähnlich sieht es an den Self-Checkout-Kassen aus, wenn man Alkohol einkauft. Dort muss das Personal statt einer Stichprobe eine Altersüberprüfung durchführen.
Mindestens fünf Minuten Wartezeit in der Freudenberg-Filiale
Diese Prozesse dauern oft nur kurz. Doch nicht so in der Berner Coop-Filiale Freudenberg beim Ostring.
Wer nämlich dort am Self-Checkout Alkohol kauft oder in die Stichprobe gerät, wartet satte fünf Minuten – oder sogar länger. Das passiert immer wieder, wie Nau.ch bei Tests festgestellt hat.
Da stellt sich die Frage, ob das System so nicht den Einkaufsprozess verlangsamt und die Kunden verärgert. Und man als Kunde oder Kundin nicht doch an der bedienten Kasse schneller fertig ist.
«Unsere Mitarbeitenden sind in jedem Fall bestrebt, Kontrollen möglichst rasch durchzuführen», erklärt Rabea Brantschen, Mediensprecherin der Coop-Verkaufsregion Bern. Denn: «Solche langen Wartezeiten entsprechen nicht unserem Anspruch.»
Von langen Wartezeiten will man aber nichts wissen: «Gleichzeitig ist die Darstellung in der genannten Verkaufsstelle für uns nicht nachvollziehbar.»
Kein Einzelfall
Mehrere Tests eines Nau.ch-Reporters zeigen aber: Bei den letzten drei Stichproben oder Alterskontrollen an der Self-Checkout-Kasse musste er jeweils fünf bis sieben Minuten aufs Personal warten.
Der Grund dürfte einfach sein: Meist ist nur eine Kasse bedient. Der Mitarbeiter, der dort gerade bedient, kann nicht gleichzeitig beim Self-Checkout helfen.
Und: Nau.ch kennt noch weitere Stadtberner Filialen, wo solch lange Wartezeiten auf Kontrollen immer mal wieder vorkommen. So etwa in der Coop-Filiale Breitenrain am Breitenrainplatz oder in den Filialen am Bahnhof.
Mitarbeitende werden «zusätzlich über ein mobiles Gerät informiert»
«Die Kassen sind immer besetzt, damit solche Wartezeiten vermieden werden können», sagt Brantschen. Nebstdem, dass die Self-Checkout-Kassen bei Stichproben oder Alterskontrollen rot aufleuchten, werden die Coop-Mitarbeitenden «zusätzlich über ein mobiles Gerät informiert».
Zu den Stichproben am Self-Checkout bei Coop ergänzt Brantschen: «Stichproben sind seit jeher Teil des Bezahlvorgangs an den Self-Checkout-Kassen. Sie erlauben uns sicherzustellen, dass die Bezahlung ordnungsgemäss abläuft. Und sie sind somit Teil der Spielregeln, die unsere Kundinnen und Kunden kennen.»
Für Kundinnen und Kunden der Freudenberg-Filiale bleibt also einfach zu hoffen, dass die Wartezeit bei der nächsten Stichprobe nicht zu lange ausfällt.

















