Internationales Genf: Mehr als 2800 Arbeitsplätze weggefallen
Seit der Rückkehr von US-Präsident Donald Trump sind bei den internationalen Organisationen in Genf mehr als 2800 Stellen weggefallen. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) schätzt diese Zahl als «geringer als befürchtet» ein.

Laut offiziellen Daten waren noch 2024 insgesamt 25'696 Mitarbeitende im internationalen Genf beschäftigt. Nach seiner Rückkehr ins Weisse Haus kündigte US-Präsident Donald Trump Anfang 2025 dann an, die US-Finanzmittel für die Vereinten Nationen (Uno) sowie weitere Nichtregierungsorganisationen (NGO) zu kürzen. Hinzu kamen Kürzungen vonseiten anderer Länder.
Fast zwei Jahre danach liegt die Zahl der Arbeitsplätze im internationalen Genf bei knapp unter 23'000. NGOs sind hierbei aber nicht mitgezählt.
Ebenso haben die Internationale Organisation für Migration (IOM), das Uno-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) oder die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Stellen gestrichen. Dies zusätzlich zu denjenigen Stellen, die am Genfer Hauptsitz weggefallen sind.
Die Lage sei insbesondere dank des vom Bundesrat im vergangenen Jahr beschlossenen Finanzpakets in der Höhe von fast 270 Millionen Franken stabilisiert worden, hiess es vonseiten des EDA auf Anfrage von Keystone-SDA.
Der Kanton Genf wiederum gründete gemeinsam mit der Wilsdorf-Stiftung eine Stiftung für Finanzhilfen zugunsten des internationalen Genfs. Beide Finanzhilfen sollen die Digitalisierung und die Anpassung an neue Technologien vorantreiben.
Trotzdem müssten die Anstrengungen fortgesetzt werden, so das EDA. Dafür wurde ein Lenkungsausschuss unter Einbezugnahme von Bund, Kantonen und Gemeinden eingerichtet.










