Berner Instrument nach acht Jahren im All erfolgreich aktiviert
Ein Berner Laser-Instrument hat im Weltraum seine Feuertaufe bestanden: Das Gerät «Bela» der Merkur-Sonde Bepicolombo wurde nach acht Jahren Reisezeit rund 200 Millionen Kilometer von der Erde entfernt erfolgreich aktiviert.

Die Aktivierung von «Bela» (Bepicolombo Laser Altimeter) erfolgte in mehreren Schritten, wie die Universität Bern am Dienstag mitteilte. Zunächst sendete der Laser während zehn Sekunden ultrakurze Infrarotlichtimpulse ins All.
Nachdem die Datenübertragung zur Erde den Erfolg bestätigte, liess das Team den Laser erst zehn Minuten und später über eine Stunde laufen. Der Test belegte, dass das System zuverlässig funktioniert und sein thermisches Verhalten den Erwartungen entspricht.
«Dass das erste Datenpaket genau wie vorhergesagt eintraf, war äusserst erfreulich, insbesondere nachdem das Instrument so viele Jahre durch den Weltraum gereist war und darauf gewartet hatte, eingeschaltet zu werden», wurde Liliane Burkhard, Instrumentenwissenschaftlerin am Physikalischen Institut der Universität Bern, in der Mitteilung zitiert.
Das Instrument hat Bern vor zehn Jahren verlassen, um in das Raumfahrzeug integriert zu werden.
Die Sonde Bepicolombo mit dem Instrument an Bord ist am 20. Oktober 2018 zu ihrer Reise zum kleinsten und am wenigsten erforschten Planeten unseres Sonnensystems gestartet.
«Bela» ist das grösste Instrument an Bord der Mission Bepicolombo der europäischen Weltraumorganisation ESA und der japanischen Jaxa. Ziel des Instruments ist es, die Form, Topografie und Morphologie der Oberfläche des Merkur zu vermessen.
Die wissenschaftliche Phase der Mission soll am 6. April 2027 beginnen.






