Kantone bauen Lotterie-Reserven auf 1,46 Milliarden aus
Die Schweizer Kantone haben im Jahr 2025 erneut mehr Geld aus Lotterien und Sportwetten eingenommen als für gemeinnützige Zwecke ausgegeben. Die Reserven stiegen auf über 1,46 Milliarden Franken, wie die Interkantonale Geldspielaufsicht (Gespa) am Dienstag mitteilte.

Die Lotteriegesellschaften Swisslos und Loterie Romande schütteten insgesamt 773,4 Millionen Franken an die Kantone und das Fürstentum Liechtenstein aus, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Bericht hervorgeht. Dies war eine deutliche Zunahme gegenüber dem Vorjahr, als die Ausschüttungen 680,5 Millionen Franken betrugen.
Dem standen kantonsweite Ausgaben für gemeinnützige Zwecke und die Verwaltung von 652,5 Millionen Franken gegenüber. In der Folge bildeten die Kantone zusätzliche Reserven. Der gesamte Fondsbestand belief sich Ende 2025 auf 1'462,1 Millionen Franken. Ende 2024 hatten die Reserven noch 1'325,5 Millionen Franken betragen.
Von den ausbezahlten Geldern floss der grösste Teil in den Bereich Kultur. Dieser wurde mit 260,4 Millionen Franken unterstützt, was einem Anteil von 40 Prozent entspricht. An zweiter Stelle folgte der Sport mit 169,3 Millionen Franken oder 26 Prozent.
Weitere wichtige Bereiche waren schützenswerte Kulturgüter mit 52,3 Millionen Franken und das Sozialwesen mit 50,1 Millionen. Kleinere Beträge gingen an Umwelt- und Entwicklungshilfe, Bildung und Forschung sowie Gesundheit und Behinderung. Die Kosten für die Verwaltung der Fonds beliefen sich gesamtschweizerisch auf 14,8 Millionen Franken.
In Zürich wurden gemäss der Statistik die meisten Beiträge ausbezahlt. 91,7 Millionen Franken waren es. Der Kanton Waadt rangiert mit 72,3 Millionen Franken auf Platz zwei. Am wenigsten zahlte der Kanton Appenzell Innerrhoden mit 1,2 Millionen Franken.
Rechnet man die Ausgaben auf die Bevölkerung aus, entsteht jedoch ein ganz anderes Bild. Dann steht mit 112,34 Franken pro Kopf das Wallis an der Spitze, gefolgt vom Jura mit 90,88 Franken. Zürich rangiert so gerechnet auf Platz 20 mit 56,62 Franken pro Kopf. Schlusslicht ist hier Appenzell Ausserrhoden mit 49,39 Franken
Insgesamt entrichteten die Kantone 30'265 einzelne Beträge, etwas mehr als im Vorjahr, so die Gespa weiter. Die Kontrolle der Vergaben erfolgt in den meisten Kantonen stichprobenweise. Dabei lobte die Aufsicht die Transparenz. Der Grossteil der Kantone weise die Verwendung der Mittel klar und verständlich aus.






