Für die Wahlen am Sonntag haben drei von vier Wählern eine Partei ausgewählt. Laut der Umfrage von YouGov liegt die SPD aktuell vorne.
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Einblick in den deutschen Bundestag, der wohl um rund 30 Sitze anwachsen wird. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Sonntag finden Bundestagswahlen in Deutschland statt.
  • Einer Umfrage zufolge bekommt die SPD im Moment am meisten Stimmen.

Für die meisten Wähler in Deutschland sind die Würfel zur Bundestagswahl am Sonntag gefallen. Welche Koalition nach Sonntag rauskommen könnte, ist dagegen völlig offen. Kurz vor der Abstimmung haben sich drei von vier Wahlberechtigten einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge für eine Partei entschieden. In der SPD meldete sich das im Wahlkampf bislang recht unauffällige linke Lager zu Wort.

SPD-Vize Kevin Kühnert zweifelte am Donnerstag die Verlässlichkeit von FDP-Chef Christian Lindner an. Damit stellte sie auch die Erfolgsaussichten von Gesprächen über eine «Ampel»-Koalition aus SPD, Grünen und Linken infrage. «Christian Lindner ist ein Luftikus», also ein oberflächlicher und wenig zuverlässiger Mensch. Das sagte der SPD-Linke Kühnert der «Rheinischen Post».

Die SPD liegt vorne

Derzeit sind den Umfragen zufolge verschiedene Dreier-Bündnisse im künftigen Parlament möglich. Neben einer «Ampel»-Koalition ist auch ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linken denkbar. Eine CDU-geführte Koalition mit Grünen und FDP ist ebenfalls möglich. Zuletzt rückte die CDU/CSU in den Erhebungen wieder etwas näher an die SPD heran.

Am Donnerstag wurden Umfragen von YouGov und dem Institut Kantar für das Magazin «Focus» veröffentlicht. Darin liegt die SPD mit 25 Prozent vor der Union, die auf 21 Prozent kommt. An dritter Stelle liegen die Grünen mit 14 beziehungsweise 16 Prozent. Gefolgt von der AfD mit 11 bis 12 Prozent und der FDP mit 11 Prozent, die Linke bekäme 7 Prozent.

Bei einer Direktwahl würde Scholz gewählt

Könnten die Wähler den Kanzler direkt wählen, läge Scholz laut YouGov deutlich vorn. Er bekäme 31 Prozent der Stimmen, Laschet und die Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock nur 11 Prozent. 38 Prozent würden keinen der drei wählen.

Klar ist aber auch: Wahlumfragen sind immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Demoskopen die Gewichtung. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider.

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