Ukraine-Krieg: Zweifelt Putins Verteidigungsminister am Sieg?

Nicola Wittwer
Nicola Wittwer

Russland,

Wird Russland den Ukraine-Krieg gewinnen? Verteidigungsminister Sergei Schoigu scheint sich der Sache nicht sicher.

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Russlands Verteidigungsminister Sergei Schoigu sieht im Staats-TV ratlos aus. - X/@Gerashchenko_en

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein russischer TV-Reporter fragt Sergei Schoigu, ob Russland den Krieg gewinnen werde.
  • Die Antwort des Verteidigungsministers wirkt etwas ratlos.
  • Er gibt zu, dass die Situation für Russland an einigen Orten tatsächlich schwierig ist.

«Werden wir den Krieg gewinnen?» Diese Frage stellt ein Reporter des russischen Staatssenders Rossija 1 Verteidigungsminister Sergei Schoigu. Dessen Antwort: für seine Landsmänner nicht gerade beruhigend.

Der 68-Jährige überlegt und vermeidet ein klares «Ja». Stattdessen spreizt Schoigu die Arme, zuckt mit den Schultern und sagt etwas ratlos: «Wir haben keine andere Wahl.»

Die Frage nach dem Ausgang des Kriegs in der Ukraine folgt auf Schilderungen Schoigus zur Lage an der Front. Dort will die Ukraine seine russischen Truppen mit einer Gegenoffensive weiter zurückdrängen.

Gegenoffensive im Ukraine-Krieg geht langsam voran

Laut dem Verteidigungsminister ist die Situation aus russischer Sicht an einigen Orten tatsächlich schwierig: «Die Streitkräfte halten die aktive Verteidigung an den notwendigen, wesentlichen Fronten aufrecht. An einigen Stellen ist es schwieriger, an anderen einfacher», zitiert ihn die Nachrichtenagentur Reuters.

Seine «Jungs» und der Kommandeur würden aber selbstbewusst auftreten und verteidigen, was es zu verteidigen gelte. Dabei handle es sich natürlich um die Orte, «an denen die ukrainischen Streitkräfte versuchen, durchzubrechen.» Die Hauptaufgabe seiner Truppen sei momentan, ukrainische Waffen auszuschalten.

Verfolgen Sie die Ereignisse im Ukraine-Krieg?

Nach 18 Monaten Ukraine-Krieg kontrolliert Russland rund ein Fünftel des Landes. Die im Juni gestartete Gegenoffensive der ukrainischen Truppen schreitet nur langsam voran. Minenfelder und stark verschanzte russische Truppen erschweren die Bewegung.

Russland bombardiert das Nachbarland zuletzt vor allem auch mit Kampfdrohnen. Ziel sind Häfen an der Donau – entlang der Grenze zum Nato-Land Rumänien. Mit den Angriffen will Russland eine Seeblockade durchführen.

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