Bevor er im Ukraine-Krieg weitere Gebiete zu befreien versucht, will Selenskyj die Lieferung von Waffen aus dem Westen abwarten.
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Das vom Pressebüro des ukrainischen Präsidenten via AP zur Verfügung gestellten Foto zeigt Wolodymyr Selenskyj, Präsidenten der Ukraine. - sda - Keystone/Ukrainian Presidential Press Office/AP/--

Das Wichtigste in Kürze

  • Wolodymyr Selenskyj wartet derzeit auf die Lieferung weiterer Waffen aus dem Westen.
  • Zuvor will seine Armee nicht versuchen, die von Russland besetzten Gebiete zu befreien.
  • Man befinde sich in einer «schwierigen Lage».

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will die Lieferung weiterer Waffen abwarten. Dies, bevor seine Armee mit der Befreiung der von Russland besetzten Gebiete beginnt.

Es brauche entsprechende Waffen, «um die maximale Zahl unserer Menschen zu retten». Das sagte Selenskyj in Kiew am Dienstag bei einem Treffen mit der slowakischen Präsidentin Zuzana Caputova. Die Ukraine werde sich nicht beeilen mit der Befreiung ihrer Territorien, wenn das Zehntausende von Opfern fordere. Vielmehr wolle man auf die nötigen Waffen warten.

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Ukrainischer Soldat mit Panzerabwehrwaffe - AFP/Archiv

Selenskyj sagte nicht, was das für Waffen sein sollen. Er fordert vom Westen seit Wochen die Lieferung schwerer Waffen in den Ukraine-Krieg. Mit diesen will er die russischen Angriffe im Osten der Ukraine abzuwehren und die Truppen zurückzudrängen.

Der Staatschef sagte einmal mehr, dass die ukrainischen Streitkräfte in einer schwierigen Lage seien wegen des Mangels an Waffen. Die Situation werde erschwert durch die grosse Zahl an Kampftechnik des Gegners. Zudem aber auch durch Russlands Militär-Gruppen und «Verräter, darunter Kollaborateure, Separatisten, Vertreter der angeblichen Volksrepubliken Donezk und Luhansk». Die Ukraine werde sich ihre völkerrechtlich verbrieften Gebiete zurückholen, sagte Selenskyj.

Slowakei unterstützt Selenskyj im Ukraine-Krieg

Seine Kollegin Caputova sicherte ihm Hilfe zu. Die Slowakei unterstützt das Nachbarland unter anderem mit der Lieferung ihres Raketenabwehrsystems. Für diese sollen sie nun von Nato-Partnern Ersatz bekommen.

In einem ähnlichen Ringtausch bereitet sie die Übergabe ihrer Kampfflugzeuge des sowjetischen Typs MiG-29 vor. Dafür will sie ihren eigenen Luftraum von Polen schützen lassen.

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