Laut ukrainischen Angaben hat Russland seinen Angriff auf das Stahlwerk Azovstal erneuert. In der Anlage in Mariupol befinden sich noch rund 200 Zivilisten.
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Bild vom Stahlwerk Azovstal am 4. Mai. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Russland hat laut der Ukraine erneut die Erstürmung des Stahlwerks Azovstal versucht.
  • Für die kommenden Tage hat Russland eine tägliche Feuerpause angekündigt.
  • Die geschätzten 200 Zivilisten sollen das umkämpfte Gebiet so verlassen können.

Nach Angaben des ukrainischen Militärs haben die russischen Truppen erneut versucht, das Stahlwerk Azovstal in der Hafenstadt Mariupol zu erstürmen. «Mit Unterstützung der Luftwaffe hat der Gegner seinen Angriff mit dem Ziel erneuert, das Fabrikgelände unter seine Kontrolle zu bringen», teilte der ukrainische Generalstab am Donnerstagmorgen in seinem Lagebericht mit.

In dem Stahlwerk haben neben den ukrainischen Kämpfern Schätzungen zufolge auch noch bis zu 200 Zivilisten Zuflucht gesucht. Für die nächsten Tage hat Russland eine tägliche, auf mehrere Stunden begrenzte Feuerpause angekündigt, damit diese Menschen sich in Sicherheit bringen können.

Gespannt bleibt die Lage auch an anderen Frontabschnitten im Donbass. Demnach stehen die ukrainischen Truppen vor Donezk unter schwerem Beschuss von Artillerie und Luftwaffe. Das russische Militär versucht, weiter Angriffe auf die Städte Liman, Popasna und Sjewjerodonezk zu initiieren. Eigenen Angaben nach konnten die Ukrainer die Angriffe abwehren.

Einen Erfolg meldete der Generalstab von der Südfront: Demnach sei es dort gelungen, dem Gegner die Kontrolle über mehrere Ortschaften an der Grenze zwischen den Gebieten Cherson und Mykolajiw zu entreissen. Details und Ortsnamen nannte die Kiewer Militärführung dabei nicht. Von unabhängiger Seite liessen sich die Angaben nicht überprüfen.

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