Nach Angaben der Separatisten sind in der Region Donezk mindestens sechs Menschen durch Artilleriebeschuss gestorben. Kiew spricht von einer «Inszenierung».
Eine Schule in der Region Donezk wurde bei einem russischen Angriff zerstört.
Eine Schule in der Region Donezk wurde bei einem russischen Angriff zerstört. - Leo Correa/AP/dpa/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • In der Separatistenhochburg Donezk in der Ostukraine sind sechs Menschen gestorben.
  • Die prorussische Regierung wirft der Ukraine Artilleriebeschuss auf einen Markt vor.
  • Kiew sagt, es handle sich um eine Inszenierung.

In der ostukrainischen Separatistenhochburg Donezk sind durch Artilleriebeschuss um einen Markt mindestens sechs Menschen getötet worden. Sechs weitere seien verletzt worden, teilte der Chef der Donezker Stadtverwaltung, Alexej Kulemsin, am Donnerstag im Nachrichtendienst Telegram mit.

Der 48-Jährige machte die ukrainische Armee für den Beschuss verantwortlich. Kiew weist derartige Vorwürfe regelmässig zurück und spricht von Inszenierungen der moskautreuen Separatisten. Die Angaben aus dem Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Donezk und Luhansk in Separatistenhand

Teile der ostukrainischen Gebiete Donezk und Luhansk sind seit 2014 in der Hand von Separatisten, die aus Moskau gesteuert werden. Im Februar erkannte Russland die Unabhängigkeit der beiden Gebiete an, um dann zu ihrem angeblichen Schutz in die Ukraine einzumarschieren. Seitdem haben die Vereinten Nationen in der gesamten Ukraine mehr als 5900 getötete Zivilisten erfasst. Sie gehen aber ähnlich wie Kiew von weitaus höheren Opferzahlen im Ukraine-Krieg aus.

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