Ukraine-Krieg: Russen sollen Briten-Helfer gefoltert haben
Paul Urey (†45) war als humanitärer Helfer im Ukraine-Krieg. Von Russen wurde er gefangen genommen, später starb er. Seine Leiche weist Folter-Spuren auf.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein britischer humanitärer Helfer in der Ukraine ist in russischer Haft gestorben.
- Die Behörden gaben «Stress und Depression» und chronische Krankheit als Grund an.
- Eine Untersuchung der Leiche zeigt aber: Der Mann wurde misshandelt und gefoltert.
Im April ist ein britischer humanitärer Helfer im Ukraine-Krieg von Russen gefangen genommen worden. Nun wurde seine Leiche in die Ukraine zurückgebracht – und sie enthüllt Grausames: Der 45-Jährige soll gefoltert und schliesslich getötet worden sein.
Der ukrainische Aussenminister Dmytro Kuleba teilte am Mittwoch mit, dass «Russen» den Körper des verstorbenen Paul Urey zurückgebracht hätten. In der Mitteilung verurteilt er die russische «Barbarei» und die «abscheulichen Kriegsverbrechen».
Denn: Der Körper des britischen Helfers soll stark misshandelt worden sein, wie ukrainische Offizielle dem britischen Boulevard-Blatt «The Sun» erzählen. Laut ihnen fehlen ihm sogar Körperteile.
Paul U. reiste als humanitärer Helfer in den Ukraine-Krieg
Eigentlich reiste Urey in die Ukraine, um Menschen im Ukraine-Krieg zu helfen. Er engagierte sich bei der Organisation «Presidium Network». Diese macht es sich zur Aufgabe, Frauen und Kinder aus Kriegsgebieten zu retten.
Im April wurde der Helfer aber bei einem Kontrollpunkt von Russen für einen Söldner gehalten und aus diesem Grund festgenommen.
Im Juli, nach zehn Wochen Gefangenschaft, erkläre man den zweifachen Vater für tot. Urey litt an Diabetes und benötigte deswegen Insulin. Diese chronische Krankheit und «Stress und Depression» gaben russische Behörden schliesslich als Todesursache an.
Die Schwester des Opfers äusserte bereits im Juli, kurz nach seinem Tod, Bedenken. «Ich denke, die Russen haben ihm etwas angetan. Ich denke, dass er gefoltert wurde.» Russland schweigt bisher zu den Folter-Anschuldigungen.


















