Der russische TV-Propagandist Wladimir Solowjow (58) droht Deutschland wegen einer Äusserung der Kulturministerin zum Ukraine-Krieg mit einer Invasion.
Wladimir Solowjow Ukraine Krieg
Wladimir Solowjow spricht in seiner TV-Sendung über den Ukraine-Krieg. - Screenshot Twitter
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Das Wichtigste in Kürze

  • Wieder einmal droht der russische TV-Propagandist Wladimir Solowjow dem Westen.
  • Diesmal deutet er eine mögliche Invasion Deutschlands an – und das wegen einer Briefmarke.
  • So wiederholte die deutsche Kulturministerin nämlich die Botschaft der Schlangeninsel.

Der russische TV-Propagandist und Moderator Wladimir Solowjow schlägt wieder einmal grosse Töne an. In einer Sendung auf «Rossija 1» droht er Deutschland mit einer Invasion.

Wie informieren Sie sich zum Ukraine-Krieg?

Aber was haben unsere nördlichen Nachbarn getan, um den Zorn von Putins selbsternanntem Sprachrohr auf sich zu ziehen? Grund dafür, dass Solowjow die Angehörigen der deutschen Regierung als «Idioten, Schurken, Rüpel und Gauner» bezeichnet, ist Kulturministerin Claudia Roth.

Tirade wegen ukrainischer Briefmarke

Diese hatte nämlich von ihrem ukrainischen Kollegen Oleksandr Tkatschenko zwei der «Moskwa»-Briefmarken geschenkt bekommen. Auf diesen ist der Untergang des russischen Kriegsschiffs zu sehen sowie eine Anspielung auf die Geschehnisse auf der Schlangeninsel.

Die von den Soldaten dieser Insel berühmte Aussage «f**** euch» gegenüber dem Kriegsschiff wiederholte die Grünen-Ministerin mehrmals. Sie hielt die Briefmarke hoch und zeigte beide Seiten: «Das ist Russland auf einer Seite, und ‹F*** dich› auf der anderen», erklärt sie.

«Was machen wir jetzt?», fragt Solojow seine Zuschauer wegen dieser Äusserung zu einem der grössten russischen Verluste im Ukraine-Krieg. «Den Staub der teutonischen Gräber mit dem mächtigen Marsch der sowjetischen Stiefel aufrütteln?»

Anspielung auf Zweiten Weltkrieg

Es sei «unmöglich», mit der deutschen Regierung Gespräche zu führen, behauptet der TV-Star in seiner Tirade weiter. «Sie schicken ihre Panzer in den Osten und werden bald wieder auf russisches Gebiet vordringen», meint er.

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Ukraine Krieg
Die ukrainische Post hat im Ukraine-Krieg Sonderbriefmarken auf den Markt gebracht. Diese erinnern an die Soldaten der Schlangeninsel, die der «Moskwa» den Stinkefinger zeigten.

Damit spielt Solowjow auf den Zweiten Weltkrieg an, als deutsche Nazi-Truppen in die Sowjetunion einmarschierten. Damals scheiterte die «Operation Barbossa» an schlechten Versorgungslinien und dem sowjetischen Widerstand.

Ukraine-Krieg: Solowjow droht immer wieder dem Westen

Es ist nicht das erste Mal, dass Solowjow westlichen Ländern mit militärischer Vergeltung droht. Bereits im April sprach der russische Propagandist von einem «Krieg gegen die Nato-Mitgliedsstaaten» und deutete einen Atomschlag an. Bei diesen Drohungen des Kremls dürfte aber gemäss Experten kaum etwas dran sein. Denn schon im Ukraine-Krieg erlitt Russland grosse Verluste.

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