Reederei MSC nimmt Fahrten durch den Suezkanal teilweise wieder auf
Die weltgrösste Containerreederei MSC nimmt auf ausgewählten Routen wieder Fahrten durch den Suezkanal auf. Nach einer Überprüfung der Sicherheits- und Betriebsbedingungen im Roten Meer würden die Durchfahrten auf einer begrenzten Zahl von Verbindungen zwischen Asien beziehungsweise Indien und Europa wieder aufgenommen, teilte der Genfer Konzern am Montag seinen Kunden mit.

Die Umstellung erfolgt schrittweise und betrifft Fahrten in beide Richtungen. Erste Schiffe auf den Verbindungen zwischen Asien und dem Mittelmeer sowie Nordeuropa fahren bereits seit Montag wieder auf der Route durch das Rote Meer. Weitere sollen folgen.
MSC hatte seine regulären Fahrten durch den Suezkanal im Dezember 2023 nach Angriffen der Huthi-Miliz aus dem Jemen auf Handelsschiffe im Roten Meer ausgesetzt. Auslöser für den damaligen Entscheid war ein Angriff auf die «MSC Palatium III» am 15. Dezember 2023. Am Schiff entstanden damals Brandschäden.
Seither wurden viele Verbindungen über das Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze Afrikas umgeleitet. Die nun angekündigte teilweise Rückkehr erfolgt damit nach mehr als zweieinhalb Jahren.
Auch andere grosse Reedereien kehren schrittweise auf die Suezroute zurück. Maersk und Hapag-Lloyd haben bereits einzelne Dienste wieder durch das Rote Meer verlegt, während auch CMA CGM den Suezkanal wieder häufiger nutzt und Cosco weitere Einsätze vorbereitet.
Die Reederei will die Sicherheitslage in der Region gemeinsam mit Behörden und Sicherheitspartnern weiterhin genau beobachten. Bei einer Verschlechterung der Lage könnten einzelne Fahrten kurzfristig wieder angepasst werden. Die Sicherheit der Besatzungen, Schiffe und Ladungen habe weiterhin oberste Priorität, hiess es.
Die Route durch das Rote Meer und den Suezkanal ist eine der wichtigsten Handelsverbindungen zwischen Asien und Europa. Die Umleitung um Afrika verlängert die Fahrzeiten erheblich und verursacht höhere Kosten.










