Wochenlang belagerten russische Truppen im Ukraine-Krieg die Stadt Tschernihiw. Nach ihrem Abzug wird bekanntgegeben: Rund 700 sind in den Bomben gestorben.
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Dieses Satellitenfoto zeigt brennende Häuser in einem Wohngebiet von Tschernihiw mitte März. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In der nordukrainischen Stadt Tschernihiw hat es bislang rund 700 zivile Opfer gegeben.
  • Das teilte der Bürgermeister der Stadt am Freitag mit.
  • Vor rund anderthalb Wochen hatten sich die russischen Truppen zurückgezogen.

In den vergangenen Wochen der russischen Belagerung sind in der nordukrainischen Stadt Tschernihiw nach Angaben des Bürgermeisters etwa 700 Menschen getötet worden. Mindestens 40 weitere würden vermisst, sagte Wladyslaw Atroschenko am Freitag nach Angaen der Agentur Unian. Von den mehr als 285'000 Einwohnern, die Tschernihiw einst zählte, seien mittlerweile nur noch maximal 95'000 übrig.

Russland hatte vor rund anderthalb Wochen einen Truppenabzug rund um Tschernihiw sowie um die Hauptstadt Kiew angekündigt, um verstärkt im Osten anzugreifen. Ein westlicher Regierungsvertreter sagte, die Russen seien in beiden Gebieten überstürzt abgezogen und hätten viele Militärfahrzeuge zurückgelassen.

Bürgermeister Atroschenko hatte bereits davon gesprochen, dass Tschernihiw zu rund 70 Prozent zerstört sein soll. Die unweit der Grenzen zu Belarus und Russland gelegene Stadt war vor dem Krieg vor allem bekannt für ihre zahlreichen mittelalterlichen Kirchen und Klöster.

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