Selenskyj kritisiert russische Missachtung der Feuerpause

Keystone-SDA
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Ukraine,

Trotz einer aktuell geltenden Feuerpause setzen russische Truppen nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Angriffe «in den für sie entscheidenden Richtungen» fort. In seiner abendlichen Videoansprache sagte Selenskyj, dass Russland in den vergangenen 24 Stunden rund 150 Angriffsaktionen gestartet habe. «Das heisst, an der Front hält sich die russische Armee nicht an die Waffenruhe und versucht es auch nicht besonders.»

ARCHIV - Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, gibt bei der 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) eine Pressekonferenz. Foto: Kay Nietfeld/dpa
ARCHIV - Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, gibt bei der 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) eine Pressekonferenz. Foto: Kay Nietfeld/dpa - Keystone/dpa/Kay Nietfeld

Auch das russische Militär wirft der Gegenseite fortwährende Provokationen und Angriffe vor. Unter anderem sollen in Belgorod vier Menschen durch nicht näher beschriebene ukrainische Angriffe verletzt worden sein. Eine unabhängige Überprüfung dieser mutmasslichen Verstösse war nicht möglich.

Nach Vermittlung von US-Präsident Donald Trump hatten sich Russland und die Ukraine auf eine dreitägige Feuerpause aus Anlass der Feierlichkeiten in Russland zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg geeinigt. Die Vereinbarung gilt bis inklusive Montag. Sollte Russland dann beschliessen, «zu einem umfassenden Krieg zurückzukehren», werde die Ukraine umgehend reagieren und in gleicher Weise antworten.

Selenskyj bestätigte den von den USA vermittelten Austausch von jeweils 1.000 Kriegsgefangenen mit Russland. «Der Gefangenenaustausch – 1.000 gegen 1.000 – wird vorbereitet und soll stattfinden», sagte Selenskyj. Die russische Seite habe bereits eine Liste mit den Namen erhalten. Am Vorabend hatte Kremlchef Wladimir Putin behauptet, von Kiew noch keine Antwort auf den erwarteten Austausch erhalten zu haben.

Kommentare

User #4933 (nicht angemeldet)

Wir brauchen die Ukraine in der EU und in der NATO. Oder besser noch in einem eigenen Europäischen Verteidigungsbündnis.

User #2329 (nicht angemeldet)

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