Ukraine-Krieg: Clinton erwartete Eskalation vor über 10 Jahren

Alexander König
Alexander König

USA,

Schon vor zehn Jahren will Ex-Präsident Bill Clinton einen Angriff Putins auf die Ukraine antizipiert haben. Erahnte er gar den Ukraine-Krieg?

Bill Clinton Wladimir Putin Ukraine Krieg
Bill Clinton und Wladimir Putin im Jahr 2010. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 2011 führte Ex-Präsident Bill Clinton Gespräche mit Wladimir Putin.
  • Putin soll bereits damals einen Angriff auf die Ukraine angedeudet haben.

Bereits 2011, also drei Jahre vor der Annexion der Krim 2014, will Bill Clinton von Putins Plänen gewusst haben. Eine russische Aktion sei nur eine «Frage der Zeit» gewesen, zitiert die «Financial Times» den ehemaligen US-Präsidenten.

Dabei spricht er nicht konkret vom Ukraine-Krieg im heutigen Ausmass. Doch von einer möglichen Eskalation.

Clinton nimmt Bezug auf ein Gespräch zwischen Putin und ihm in Davos 2011. Damals habe Putin gegen das Budapester Memorandum gewettert, welches unter anderem von Clinton und dem Ex-Russen-Präsidenten Boris Jelzin ausgehandelt wurde. Ziel des Abkommens: Schutz der Souveränität der Ukraine.

Glauben Sie an einen Sieg der Ukraine?

Verhandelt wurde das Memorandum bereits 1994. Damals trafen sich in der ungarischen Hauptstadt Budapest Vertreter verschiedener Staaten, die den Umgang mit den Nuklearwaffen regeln wollten.

Die Ukraine war damals noch unfreiwillig die drittgrösste Atommacht der Welt. Grund: Die Atomwaffen waren ein Überbleibsel aus der ehemaligen Sowjetunion.

Die Ex-Sowjetrepubliken Belarus und Kasachstan hatten dadurch ebenfalls Massenvernichtungswaffen stationiert. Im Gegenzug dafür, dass sie alle Atomwaffen an Russland abgeben, sollte die Souveränität der drei Staaten anerkannt werden.

Clinton erklärt: «Putin sagte mir 2011, also drei Jahre vor der Krim-Annexion, dass er die Übereinkunft nicht unterstützen würde. Und auch, dass er sich nicht daran gebunden fühle.» Von diesem Tag an habe er gewusst, dass es irgendwann eskaliere.

Putin habe dies damit begründet, dass er die Vereinbarung nie durch die Duma, also das russische Parlament, gebracht habe.

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