Ukraine Krieg

    Ukraine Krieg: Abramowitsch vermittelt an neuen Friedensgesprächen

    Anna-Lena Burkard
    Anna-Lena Burkard

    Türkei,

    Anfang März soll der Oligarch Roman Abramowitsch an einer Friedensverhandlung vergiftet worden sein. Trotzdem nimmt er am heutigen Treffen in Istanbul teil.

    abramowitsch
    Russen-Oligarch Roman Abramowitsch. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Roman Abramowitsch nimmt an den heutigen Friedensverhandlungen in Istanbul teil.
    • Dies, nachdem der Milliardär bei Gesprächen Anfang März vergiftet wurde.
    • Der ukrainische Aussenminister mahnte vor dem heutigen Treffen mit Russland zur Vorsicht.

    Der Milliardär Roman Abramowitsch (55) nimmt an der heutigen Friedensverhandlung in Istanbul teil. Dies, nachdem gestern bekannt wurde, dass der Oligarch bei einer Verhandlung Anfang März in Kiew wohl vergiftet wurde.

    Der leitende Ermittler des vermeintlichen Chemie-Angriffs glaubt, dieser sollte ein Warnschuss sein. Damit solle Kriegs-kritischen Oligarchen Angst eingejagt werden.

    Ukraine-Krieg: Abramowitsch vermittelt wieder

    Man habe den Milliardär absichtlich nicht tödlich vergiftet. Abramowitsch agiert als Vermittler zwischen Russland und der Ukraine. Der Kreml hat heute Dienstag seine Rolle offiziell bestätigt.

    Abramowitsch
    Roman Abramowitsch an den Friedensverhandlungen zum Ukraine-Krieg am 29. März 2022. - Screenshot Twitter/@MarkABentley

    Der ukrainische Aussenminister Dmytro Kuleba warnte die ukrainischen Beamten: «Ich rate allen, die zu den Verhandlungen mit Russland gehen, nichts zu essen oder zu trinken. Und möglichst keine Oberflächen zu berühren.»

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    Roman Abramowitsch (mit Kopfhörern) bei den Friedensgesprächen in der Türkei. - TRT

    Um den Befürchtungen einer weiteren möglichen Vergiftung entgegenzukommen, wird den Delegierten beim heutigen Treffen in Flaschen abgefülltes Wasser gereicht. Zudem seien die Gläser mit Papierdeckeln versehen worden, berichten verschiedene Medien. Es sei nicht davon auszugehen, dass die heutigen Gespräche zu einem Waffenstillstand führen werden.

    Glauben Sie, dass sich Russland und Ukraine auf einen Frieden einigen können?

    Abramowitsch sei bei den Verhandlungen dabei, obwohl er kein offizielles Mitglied der russischen Delegation sei, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Der Oligarch war zuvor überraschend auf Bildern bei den Verhandlungen zu sehen.

    Die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti berichtete, Abramowitsch habe vor dem Beginn der Verhandlungen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gesprochen.

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