Brexit

    Sturgeon will schottische Unabhängigkeit nach Brexit vorantreiben

    DPA
    DPA

    Grossbritannien,

    Nach 2014 möchte Regierungschefin Nicola Sturgeon ein neues Unabhängigkeitsreferendum für Schottland. Die erste Reaktion aus London ist nicht sehr positiv.

    Nicola Sturgeon
    Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nicola Sturgeon will ein neues Unabhängigkeitsreferendum.
    • Zuvor hatte in einer Umfrage eine Mehrheit der Schotten für die Unabhängigkeit gestimmt.
    • Der britische Premierminister Boris Johnson zeigt sich hingegen nicht kompromissbereit.

    Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon will die Unabhängigkeit Schottlands nach dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs noch stärker vorantreiben. Ihre Partei sei bereit, ihre Unabhängigkeitskampagne noch einmal zu verstärken. Das Budget dafür solle im laufenden Jahr verdoppelt werden, sagte Sturgeon am Freitag in Edinburgh.

    Schottland Unabhängigkeit
    Schottlands Bevölkerung ging bereits im Oktober 2019 für die Unabhängigkeit auf die Strasse. - Keystone

    Die Trauer über den Brexit werde in Schottland «mit Wut gefärbt» sein. Ein unabhängiges Schottland hätte eine «andere, bessere» Zukunft vor sich, sagte Sturgeon. «Unsere Aufgabe ist es, eine Mehrheit der Menschen in Schottland davon zu überzeugen.»

    In einer am Donnerstag veröffentlichten YouGov-Umfrage hatte sich erstmals seit 2015 eine Mehrheit der befragten Schotten für die Unabhängigkeit ausgesprochen. Erst am Mittwoch hatte das schottische Regionalparlament mehrheitlich für ein zweites Referendum gestimmt.

    Keine Zustimmung Londons in Sicht

    Erzwingen kann Sturgeon ein Referendum aber nicht, sie braucht die Zustimmung Londons. Dass die Zentralregierung den Schotten ein weiteres Unabhängigkeitsreferendum verwehre, sei kein Zeichen der Stärke, sondern der Schwäche, so Sturgeon.

    boris johnson
    Der britische Premierminister Boris Johnson. - AFP

    Der britische Premierminister Boris Johnson hat bereits klargemacht, dass er keine zweite Volksabstimmung zulassen wird. Die Frage sei beim ersten Referendum 2014 für eine ganze Generation geklärt worden, begründete Johnson seine Haltung.

    Damals hatten 55 Prozent der Schotten gegen eine Abspaltung gestimmt. Sturgeon zufolge haben sich die Bedingungen seit dem Brexit-Referendum 2016 aber verändert. Die Schotten votierten damals mit grosser Mehrheit gegen den EU-Austritt, wurden aber von den Wählern in England und Wales überstimmt.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Brexit
    63 Interaktionen
    Brexit-Countdown
    London
    Brexit
    12 Interaktionen
    No-Deal-Gefahr bleibt

    MEHR IN NEWS

    beerdigung
    Neues Geschäftsmodell
    a
    3 Interaktionen
    Gen-Gefahr
    wetter
    Mit Bise
    Feuerpferde Tobias Sennhauser
    «Keine Feuerpferde»

    MEHR BREXIT

    38 Interaktionen
    London
    Nigel Farage
    2 Interaktionen
    London
    davey
    3 Interaktionen
    10 Jahre Brexit-Votum
    Brexit-Referendum
    4 Interaktionen
    Neuorientierung

    MEHR AUS GROSSBRITANNIEN

    Premier League
    1 Interaktionen
    Premier League
    Gaza-Demo
    5 Interaktionen
    London
    a
    16 Interaktionen
    Mit Riesenkürbis
    22 Interaktionen
    London