Strom-Terrorist wollte Mega-Blackout – scheiterte am Morgentau
Der deutsche Strom-Terrorist Daniel V. scheiterte am Morgentau. Dessen Feuchtigkeit sorgte dafür, dass die Raketen-Vorrichtungen nicht auslösten.

Das Wichtigste in Kürze
- Daniel V. wurde wegen der Sabotage-Versuche am deutschen Stromnetz festgenommen.
- Er wollte im Protest gegen fossile Energien einen grossen Blackout auslösen.
- Doch der Morgentau und dessen Feuchtigkeit verhinderten, dass die Konstruktionen auslösten.
Rund 50 selbstgebastelte Raketen platzierte der radikale Klima-Aktivist Daniel V. bei Stromleitungen und Umspannwerken in Deutschland. Den Mega-Blackout, den er erzielen wollte, gab es aber nicht. Denn der Terrorist hatte die Rechnung nicht mit dem Wetter gemacht.
Wie die «Bild» berichtet, waren die Abschussvorrichtungen mit einem Wecker als Zeitschaltuhr versehen. Dieser hätte den Zündmechanismus auslösen und so die Raketen am frühen Morgen abfeuern sollen.
In Deutschland war es im August auch nachts warm und trocken. Gegen Ende Monat und Anfang September aber war es deutlich kühler, es bildete sich Morgentau.
Und genau dieser Morgentau sorgte dafür, dass die Konstruktion von Daniel V. nicht funktionierte: Sie war zu feucht, nur wenige Geschosse zündeten.
Der Plan des Strom-Terroristen war es, dass die Raketen die Kupferdrähte zu den Stromleitungen bringen. Berührt ein solcher Draht zwei Leiterseile oder ein Seil den Boden, gibt es einen Kurzschluss.
Mega-Blackout wäre in ganz Europa zu spüren gewesen
Dadurch fliegt in den Umspannwerken in der Umgebung die Sicherung raus. Die nahen Kraftwerke schalten einzelne Blöcke aus Sicherheitsgründen ab, es kommt zu einem Blackout in der Region. Und dieser kann lange dauern.
Denn nach einer Notabschaltung kühlen die Blöcke von Kohlekraftwerken ab. Werden die Schäden innerhalb weniger Stunden behoben, können die Kraftwerke per Warmstart wieder hochgefahren werden.
Dauert die Behebung der Schäden länger, müssen die abgekühlten Kraftwerke zuerst wieder auf Betriebstemperatur gebracht werden. Das kann bis zu einer Woche dauern.
Wären alle angegriffenen Kraftwerke ausgefallen, so hätte das ganz Europa betroffen, schreibt die «Bild». Auf fast dem ganzen Kontinent wären die Stromschwankungen zu spüren gewesen.
Deutscher Innenminister spricht von «Klimaterrorismus»
Dank dem Morgentau aber wurden nur wenige Raketen abgefeuert. An den meisten Orten kam es zu keinen Schäden. In Bergheim bei Köln wurden aber mehrere Blöcke des Kraftwerks für einige Tage lahmgelegt. Einen Stromausfall gab es dennoch nicht.
Daniel V. hinterliess an mehreren Tatorten ein Bekennerschreiben. Darin begründete er die Sabotage-Versuche mit dem Kampf gegen fossile Energien. Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt sprach von «Klimaterrorismus».
Nach tagelanger Fahndung wurde er schliesslich am Dienstag in der Nähe eines weiteren Tatorts festgenommen.




















