Deutscher Aussenminister will mehr Ukraine-Rüstungsaufträge
Deutschlands Aussenminister Johann Wadephul fordert von der Ukraine mehr Bestellungen bei deutschen Rüstungsunternehmen.

«Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir nicht ganz zufrieden mit dem, was es an (...) Bestellungen in Deutschland gibt», sagte Wadephul im Podcast «Ronzheimer». «Und deswegen haben wir jetzt die ukrainische Regierung gebeten, das zu überprüfen und dafür zu sorgen, dass es besser wird.»
Wadephul sagte in dem Gespräch mit «Bild»-Vize Paul Ronzheimer, Deutschland sei mittlerweile stärkster Unterstützer der Ukraine insgesamt. «Und es muss naturgemäss so sein, dass die deutsche Verteidigungsindustrie davon profitiert.» Das habe er auch bei seinem letzten Besuch dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesagt: «Wir stehen zu euch, wir unterstützen euch, aber ich muss den deutschen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern das auch erklären. Und das Mindeste ist, dass ihr bei allen Beschaffungsmassnahmen auch die deutsche Verteidigungsindustrie beteiligt.»
Das beginne jetzt, fügte Wadephul hinzu. «Wir haben interessante Start-ups, zum Beispiel im Drohnenbereich. Wir lernen ja auch als Deutsche sehr von der Kriegsführung dort.» Das sei für uns auch gut, weil es uns sicherer mache. «Aber ich glaube, es ist auch ganz legitim, dass wir unsere Interessen formulieren und sagen, wir müssen auch etwas davon haben.»
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als viereinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg und erhält dafür Geld und Waffen von ihren westlichen Verbündeten. Nachdem die USA ihre Unterstützung unter US-Präsident Donald Trump zurückgefahren haben, hat die Rolle Europas und insbesondere Deutschlands dabei an Gewicht gewonnen.










