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    Streit in Salvini-Partei: Rechtsaussen Vannacci kehrt Lega den Rücken

    Keystone-SDA
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    Italien,

    Der Machtkampf um die politische Ausrichtung der rechtspopulistischen Regierungspartei Lega von Italiens Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini ist eskaliert. Der stellvertretende Lega-Vorsitzende Roberto Vannacci erklärte, er wolle künftig seinen politischen Weg allein gehen. Der Ex-Armeegeneral und Europa-Abgeordnete gilt als rechtsaussen und sorgte in der Vergangenheit mit rassistischen und homophoben Äusserungen für Kontroversen.

    Roberto Vannacci
    Der stellvertretende Lega-Vorsitzende Roberto Vannacci erklärte, er wolle künftig seinen politischen Weg allein gehen. (Archivbild) - keystone

    Vannacci kündigte in den sozialen Medien zudem an, seinen politischen Weg künftig mit einer neuen Bewegung unter dem Namen «Futuro Nazionale» (zu Deutsch: Nationale Zukunft) fortsetzen zu wollen. «Ich liebe mein Vaterland und will weiter für es kämpfen, indem ich mich von Machenschaften, Zweckkompromissen und Kungeleien fernhalte», schrieb der 57-Jährige weiter.

    Seit einiger Zeit schwelt in der Lega ein Machtkampf zwischen Anhängern moderater und radikaler Positionen. Die Spannungen waren zuletzt nicht länger zu verbergen. Vor wenigen Tagen drohte Vannacci bereits mit einer Abspaltung von der Lega. Salvini schrieb auf X, er sei über dessen Schritt enttäuscht. Die Partei habe ihn aufgenommen, als er alle gegen sich hatte und allein dastand. Vannaccis Schritt sei menschlich wie politisch bedauerlich.

    Die Lega ist einer der kleineren Koalitionspartner von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni von der Rechtspartei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens), die Italien seit mehr als drei Jahren ununterbrochen regiert – länger als fast alle anderen Regierungschefs nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Koalition gilt als stabil.

    In Umfragen steht die Lega bei etwa acht Prozent und damit hinter ihren beiden Koalitionspartnern. Salvini fiel zuletzt mit einer weiteren Annäherung an rechtsgerichtete Positionen auf. Er traf kürzlich etwa den britischen Rechtsextremen Tommy Robinson. Vergangene Woche wollte seine Partei zudem eine Konferenz mit neofaschistischen Aktivsten organisieren.

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