NATO

    Stoltenberg setzt Nato-Russland-Rat an – Moskau prüft Vorschlag

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Russland,

    Nach zweieinhalb Jahren ohne will die Nato wieder eine Tagung des Nato-Russland-Rats. Das russische Aussenministerium prüft den Vorschlag und zeigt sich offen.

    jens stoltenberg
    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg an einer Pressekonferenz. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat ein Treffen des Nato-Russland-Rats einberufen.
    • Moskau prüft den Vorschlag, ist aber «offen für einen Dialog».
    • Das Treffen am 12. Januar wäre das erste in dem Format seit zweieinhalb Jahren.

    Erstmals seit zweieinhalb Jahren könnte im Januar wieder der Nato-Russland-Rat tagen. Ein Nato-Beamter bestätigte am Samstag in Brüssel, dass Generalsekretär Jens Stoltenberg entschieden habe, am 12. Januar ein Treffen des Formats einzuberufen. Man sei in dieser Hinsicht mit Russland in Kontakt.

    Das russische Aussenministerium bestätigte den Eingang des Vorschlags, sagte aber auch, dass man ihn noch prüfe. Format und Zeitpunkt müssten noch geklärt werden. «Aber wir sind offen für einen Dialog», sagte Sprecherin Maria Sacharowa der Agentur Tass zufolge.

    russland ukraine
    Russische Soldaten bei einem Drill. (Archivbild) - Keystone

    Der Nato-Beamte verwies auf eine Nato-Erklärung zur angespannten Lage an der russisch-ukrainischen Grenze vom 16. Dezember. Darin heisst es unter anderem, dass jeder Dialog mit Russland auf der Basis von Gegenseitigkeit stattfinden. Der Dialog müsse sich zudem mit den Sorgen der Nato über Russlands Handeln befassen.

    Letztmals im Juli 2019

    Ein russischer Truppenaufmarsch an der ukrainischen Grenze sorgt seit Wochen international für Besorgnis. Russland verlangt vom Westen «Sicherheitsgarantien», zu denen der Verzicht der Nato auf einen Beitritt der Ukraine zählt. Die Nato hat diese Forderung stets zurückgewiesen. Generalsekretär Jens Stoltenberg betonte aber immer wieder die Bereitschaft, sich im Nato-Russland-Rat zusammenzusetzen.

    Die bislang letzten Gespräche in diesem Format gab es im Juli 2019. Seitdem scheiterten alle Versuche, einen Termin für ein Treffen festzulegen. Als ein Grund gilt, dass Russland in dem Format eigentlich nicht mehr über den Ukraine-Krieg reden will. Das wiederum wollen vor allem östliche Nato-Staaten nicht als Bedingung für neue Gespräche akzeptieren.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    13 Interaktionen
    Vor Weihnachten
    29 Interaktionen
    Sicherheitsberater
    Wladimir Putin Ukraine Krieg
    20 Interaktionen
    Laut Putin

    MEHR IN NEWS

    Agricole
    Düsseldorf/Paris
    Rom

    MEHR NATO

    alexus
    13 Interaktionen
    Warschau
    19 Interaktionen
    Brüssel
    21 Interaktionen
    Wiesbaden
    shculz
    2 Interaktionen
    Mit Ukraine-Infos

    MEHR AUS RUSSLAND

    peskow
    31 Interaktionen
    Moskau
    Flughafen Moskau
    1 Interaktionen
    Moskau
    Wladimir Putin
    10 Interaktionen
    Wladimir
    Pest Russland
    46 Interaktionen
    Spekulationen