NATO

    Nato-Generalsekretär richtet vor Weihnachten Appell an Russland

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Belgien,

    Die Nato hat Wladimir Putin aufgerufen, die bevorstehenden Feiertage für einen Rückzug seiner Streitkräfte von der ukrainischen Grenze zu nutzen.

    Jens Stoltenberg, der Generalsekretär der NATO, sendet ein Signal der Gesprächsbereitschaft nach Moskau. Foto: Thierry Monasse/dpa
    Jens Stoltenberg, der Generalsekretär der NATO, sendet ein Signal der Gesprächsbereitschaft nach Moskau. Foto: Thierry Monasse/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Nato-Generalsekretär hat vor Weihnachten einen Appell an Russland gerichtet.
    • Jens Stoltenberg fordert das Land auf, die Spannungen mit der Ukraine abzubauen.

    Russland habe die Möglichkeit, ein friedliches und erholsames Weihnachtsfest für alle zu gewährleisten, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Dazu müsse das Land Spannungen abbauen und seine Truppen zurückziehen.

    Nach Angaben des Nato-Generalsekretärs geht es mittlerweile um Zehntausende Soldaten, die Russland in der Nähe der Ukraine zusammengezogen hat. «Es ist ein bedeutender militärischer Aufbau, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass dieser Aufmarsch stoppt oder sich verlangsamt», sagte er.

    Offen liess der Norweger, ob er hinter den Truppenbewegungen vornehmlich den Versuch Russlands vermutet, Zugeständnisse der Nato in Sicherheitsfragen zu erpressen. «Es gibt Unsicherheit über die russischen Absichten», sagte er. Stoltenberg verwies darauf, dass Russland bereits im Zuge der Annexion der Schwarzmeerhalbinsel Krim Gewalt gegen die Ukraine eingesetzt habe.

    Stoltenberg zeigt sich gesprächsbereit

    Mit Blick auf die russischen Forderungen nach zusätzlichen Sicherheitsgarantien der Nato zeigte er sich gesprächsbereit - erteilte allerdings Vorstellungen eine Absage, dass die Nato zum Beispiel den Verzicht auf eine Aufnahme der Ukraine erklären könnte.

    «Wir sind bereit, uns mit Russland im Nato-Russland-Rat zusammenzusetzen und zu reden. Allerdings werden wir keine Kompromisse bei Grundprinzipien eingehen», sagte er der dpa. «Wir können das Recht der Nato, alle Verbündeten zu schützen und zu verteidigen, nicht in Frage stellen und auch nicht das Grundprinzip, dass jede Nation das Recht hat, ihren eigenen Weg zu wählen.»

    Wladimir Putin Ukraine-Krieg
    Wladimir Putin lässt in Russland keine Kritik am Ukraine-Krieg zu. - dpa

    Dabei gehe es auch um die Achtung der Souveränität kleinerer Nationen. «Diese Idee, dass eine grosse Macht wie Russland entscheiden kann, was kleinere Nachbarn tun können oder nicht tun können, bedeutet, diese Vorstellung von Einflusssphären wieder einzuführen. Das verstösst absolut gegen alles, was seit dem Ende des Kalten Kriegs Frieden und Stabilität in Europa gewährleistet hat.»

    «Notice-to-Move»-Frist reduziert

    Auf die Frage, ob die Nato mit einer erweiterten Truppenpräsenz im östlichen Bündnisgebiet auf die angespannte Sicherheitslage reagieren könnte, reagierte Stoltenberg ausweichend. «Wir werden fortlaufend prüfen, ob wir unsere Truppenpräsenz weiter anpassen müssen», sagte er. Mit Spekulationen wolle er vorsichtig sein, da dies zu weiteren Spannungen führen könne.

    Unerwähnt liess der Norweger dabei, dass von den Militärs bereits Massnahmen getroffen wurden, um besser auf mögliche Bedrohungen gegen östliche Bündnisstaaten vorbereitet zu sein. So reduzierte Nato-Oberbefehlshaber Tod D. Wolters jüngst die so genannte «Notice-to-Move»-Frist für die schnelle Eingreiftruppe VJTF. Dies bedeutet, dass die Soldaten derzeit innerhalb von fünf Tagen bereit für eine Verlegung in ein Krisengebiet sein müssen. Bisher hatte die Frist sieben Tage betragen.

    Stoltenberg betonte mit Blick auf die aktuelle Sicherheitslage: «Wir sehen keine unmittelbare Bedrohung gegen die Nato-Verbündeten.»

    Kommentare

    Weiterlesen

    1 Interaktionen
    Moskau/Riga
    7 Interaktionen
    Von der Nato
    Ukraine Krieg
    2 Interaktionen
    Schwarzes Meer

    MEHR IN NEWS

    Oberriet SG
    Oberriet SG
    sunrise
    Sunrise-CEO

    MEHR NATO

    breuer
    30 Interaktionen
    General Breuer
    29 Interaktionen
    Kopenhagen
    6 Interaktionen
    Kopenhagen
    donald trump
    13 Interaktionen
    Berlin

    MEHR AUS BELGIEN

    Ursula von der Leyen
    14 Interaktionen
    Für Ungarn
    Wladimir Putin
    13 Interaktionen
    Brüssel
    EU-Flagge
    12 Interaktionen
    Brüssel/Oslo
    russland ukraine
    10 Interaktionen
    Wegen Oligarchen