Start von Gaza-Hilfsflotte wegen Wetter verschoben
In der spanischen Mittelmeermetropole Barcelona hätte am Sonntag der erste Konvoi der bisher grössten internationalen Gaza-Hilfsflotte in See stechen sollen. Aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen wurde die Abfahrt nun aber verschoben.

Die Aktivisten würden in der Zwischenzeit in einen anderen Hafen in der Nähe ausweichen, teilten die Organisatoren mit. 35 Boote hätten Teil des ersten Konvois sein sollen, wie die Organisation Global Sumud Schweiz bereits am vergangenen Freitag mitgeteilt hatte.
Weitere Konvois sollten aus Italien, Griechenland und der Türkei folgen. Insgesamt sollen mehr als 80 Boote mit über 1000 Teilnehmenden die Flottille bilden. Von den neun Teilnehmenden aus der Schweiz hätten zwei bereits am Sonntag in See stechen sollen.
Je nach Wetterbedingungen könnte die Hilfsflotte den Gaza-Streifen innert rund zwei Wochen erreichen.
Die Aktion sei ein Protest gegen die «katastrophale humanitäre Lage» in Gaza, hatte die Organisation vorab mitgeteilt. Anlass sei auch das vom israelischen Parlament beschlossene Gesetz zur Todesstrafe, das sich ausschliesslich gegen Palästinenserinnen und Palästinenser richte.
Wegen des Risikos, von der israelischen Marine aufgebracht oder inhaftiert zu werden, würde man die Identität der Teilnehmenden vorerst geheimhalten, hiess es vonseiten der Organisatoren weiter.
Bereits vergangenen Herbst hatte sich eine Schweizer Delegation an der Global Sumud Flotilla beteiligt. Insgesamt 19 Schweizer Staatsangehörige waren unter den mehr als 450 Aktivistinnen und Aktivisten der Hilfsflotte. Israelische Streitkräfte hatten die Boote abgefangen und die Insassen vorübergehend in Gewahrsam genommen.














