Frühe Hitzewelle trifft Europa mit Rekordtemperaturen
Europa erlebt die erste Hitzewelle des Jahres ungewöhnlich früh. Ein «Heat Dome» aus Nordafrika treibt die Temperaturen weit über den saisonalen Durchschnitt.

Die erste grosse Hitzewelle des Jahres rollt über Europa. Und das zu einem Zeitpunkt, an dem solche Extremhitze normalerweise nicht erwartet wird.
Besonders betroffen sind Spanien, Portugal, Frankreich und Grossbritannien, wie «T-Online» berichtet.
Auf der Iberischen Halbinsel dauert die Hitze bereits seit der vergangenen Woche an. In Sevilla wurden dabei knapp 39 Grad gemessen, regional sind sogar Werte bis 40 Grad möglich.
Was hinter dem Phänomen steckt
Ausgelöst wird die Hitzewelle durch eine sogenannte Hitzeglocke, auch «Heat Dome» genannt. Dabei legt sich ein stabiles Hochdruckgebiet über weite Teile des Kontinents und wirkt wie ein Deckel, wie «T-Online» erklärt.
Im Zentrum des Hochs sinkt die Luft ab, erwärmt sich dabei zusätzlich und verhindert die Bildung von Wolken. Gleichzeitig strömt heisse Luft aus Nordafrika nach West- und Mitteleuropa.
Wettermodelle zeigen Temperaturwerte, die regional bis zu 15 Grad über dem langjährigen Durchschnitt für Ende Mai liegen. Solche Werte sind sonst eher für den Hochsommer im Juli oder August typisch.
Rekorde in Grossbritannien und Frankreich
Auch Grossbritannien verzeichnet ungewöhnliche Temperaturen für die Jahreszeit. In London wurden bereits 32,2 Grad gemessen.
Der bisherige Mai-Rekord von 32,8 Grad dürfte nach Einschätzung von Meteorologen fallen, berichtet «T-Online».
In Frankreich sind laut «Euronews» bereits vor dem Pfingstwochenende die ersten Temperaturrekorde gefallen. In La Rochelle an der Atlantikküste wurden 32,8 Grad registriert, in Nantes könnten bis zu 36 Grad erreicht werden.
Hitzewelle für Mai ungewöhnlich
Wie «wetteronline.de» festhält, sind die hohen Temperaturen für Mai sehr ungewöhnlich und eher typisch für Ende Juli oder August. In vielen Ländern Europas könnten dabei bisherige Rekorde fallen.

Gesundheitsbehörden warnen laut «T-Online» vor allem vor Risiken für ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen. Länger anhaltende Hitze kann zu Dehydrierung, Kreislaufproblemen und im Extremfall zu Hitzschlägen führen.
In Frankreich starb bereits eine 28-jährige Frau. Dies nach einem Sportwettkampf in Lyon an einem Hitzschlag, wo die Temperaturen um 30 Grad lagen.












