Wegen der seit Wochen nahezu unaufhörlich steigenden Corona-Zahlen werden die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie auf Mallorca erneut verschärft.
Ein Mann liegt unter einem Sonnenschirm am Strand von Cala Major, Mallorca. Die Bundesregierung warnt vor Reisen auf die Insel. Foto: Clara Margais/dpa
Ein Mann liegt unter einem Sonnenschirm am Strand von Cala Major, Mallorca. Die Bundesregierung warnt vor Reisen auf die Insel. Foto: Clara Margais/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Balearen haben seit Mitte Monat die höchsten Corona-Zahlen in ganz Spanien.
  • Die Massnahmen werden darum auf der Ferieninsel jetzt verschärft.

Unter anderem werden Restaurants, Cafés und Kneipen auf der spanischen Urlaubsinsel ab Dienstag auch werktags schon um 18.00 Uhr - also vier Stunden früher als bisher - schliessen müssen.

Das teilte die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol am Sonntag in Palma mit. Die neuen Restriktionen sollen bis Montagabend im balearischen Amtsblatt veröffentlicht werden und zwei Wochen lang - bis zum 11. Januar - gelten.

Mallorca mit hoher Infektionsrate

Besonders schlimm ist die Lage auf Mallorca. Dort kletterte am Sonntag die Zahl der Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen zwei Wochen auf 607. Vor einer Woche lag dieser Wert noch unter 400. Zum Vergleich: In ganz Spanien betrug diese sogenannte 14-Tage-Inzidenz nach Angaben der EU-Behörde ECDC zuletzt 249, in Deutschland knapp 394.

Ein Schild am Eingang zum Strand von Cala Major weist auf die Sicherheitsmassnahmen hin, die die Verbreitung des Coronavirus verhindern sollen. Foto: Clara Margais/dpa
Ein Schild am Eingang zum Strand von Cala Major weist auf die Sicherheitsmassnahmen hin, die die Verbreitung des Coronavirus verhindern sollen. Foto: Clara Margais/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Corona-Risiko sei auf der Insel «extrem hoch», warnte Armengol. Die Zahl der Covid-Patienten auf der Intensivstation sei in einer Woche um 35 Prozent auf 69 gestiegen. Man müsse deshalb die «so weit wie möglich Nachlässigkeit und Menschenansammlungen verhindern», sagte die sozialistische Politikerin.

Ibiza und Menorca bleiben vorerst verschont

Die Massnahmen waren auf Mallorca erst am 14. Dezember verschärft worden. Nun wird ab Dienstag der Ladenschluss von 22.00 Uhr auf 20.00 Uhr weiter vorgezogen. Ausgenommen sind Lebensmittelgeschäfte sowie Läden für den Grundbedarf, wie etwa Tankstellen.

Strengere Auflagen gibt es auch für Einkaufszentren und grosse Geschäfte mit mehr als 700 Quadratmetern Verkaufsfläche. Sie müssen an den Wochenenden und an den Feiertagen schliessen. Die nächtliche Ausgangssperre ab 22.00 Uhr wird beibehalten, entgegen den Erwartungen wird sie aber in der Silvesternacht nicht gelockert.

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Touristinnen am Strand in Zeiten des Coronavirus. (Symbolbild) - AFP/Archiv

Auf den Nachbarinseln Ibiza und Menorca werden die derzeit gültigen Massnahmen beibehalten. Nur auf Formentera, der kleinsten der vier grossen Baleareninseln, wo die Ansteckungen ebenfalls anziehen, gibt es ab Dienstag auch etwas strengere Restriktionen.

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