Unter strengen Hygieneauflagen starten viele Skigebiete in Österreich am Donnerstag in die Wintersaison.
Skisaison in Österreich startet
Eine Gondel der Seilbahn am Ifen fährt bei Hirschegg (Österreich) über dem im Tal liegenden Nebel (Archiv). - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Heute Donnerstag beginnt auch offiziell die Skisaison in Österreich.
  • Wegen der strengen Hygieneauflagen bleiben aber gewisse Orte geschlossen.

Trotz der Corona-Pandemie haben in Österreich an Heiligabend mehr als 400 Ski-Stationen des Landes wieder geöffnet. Und das obwohl in zwei Tagen ein dritter landesweiter Corona-Lockdown in Kraft tritt.

Da nicht nur Bars und Restaurants, sondern auch Hotels geschlossen bleiben müssen, bleibt das Ski-Vergnügen praktisch der örtlichen Bevölkerung vorbehalten - und das ohne Après-Ski. Besucher aus Deutschland müssen in Österreich zuerst zehn Tage lang in Quarantäne, so dass Skiausflüge in das Nachbarland unrealistisch sind.

Strenge Vorschriften auf österreichischen Pisten

So ist wegen des Coronavirus das Tragen von besonders wirksamen FFP2-Masken für alle Skifahrer über 14 Jahre Pflicht, wenn sie sich in Gondeln aufhalten oder anstehen. Auf Sesselliften, Zahnradbahnen und Freiluftbereichen ist ein normaler Mund-Nasen-Schutz Pflicht.

Österreich - Start der Skisaison
Ein Mitarbeiter desinfiziert eine Gondel in der Talstation des Skigebiets Zillertal Arena. - dpa

Einige Seilbahnen bieten solche Masken zum Verkauf an, andere haben die Skiläufer gebeten, selbst welche mitzubringen.

Die Schutzmassnahme ist nicht unumstritten. Die Bergbahn Saalbach will juristisch dagegen vorgehen, weil die Kontrolle schwierig sei, aber die Haftung bei Verstössen beim Unternehmen liege.

Daher will das Skigebiet Saalbach-Hinterglemm erst öffnen, wenn die FFP2-Maskenpflicht entfällt.

Neben der Maskenpflicht dürfen Goldeln und abgedeckte Sessellifte nur zu 50 Prozent ausgelastet sein. Weiter gilt beim Anstehen ein Mindestabstand von einem Meter.

Ischgl wegen Schweiz in heikler Situation

Auch in Ischgl, das einst als Corona-Hotspot galt, haben sich die Verantwortlichen gegen den Saisonstart entschieden. Grund ist der grenzüberschreitende Charakter des Skigebiets.

Wer in die Schweiz hinüberfahre, müsse bei der Rückkehr auf die Piste nach Österreich laut Vorschrift in Quarantäne, hiess es. Das sei eine heikle Situation, der man sich nicht aussetzen wolle.

Österreich mit Quarantänepflicht über Weihnachten
Zwei Wintersportler stehen am Pardatschgrat im Skigebiet von Ischgl und schauen in Richtung Horizont. (Archivbild) - dpa

Nun hofft das Skigebiet, nach Ende des Lockdowns und einer erhofften Aufhebung der Quarantänebestimmungen in der zweiten Januarhälfte starten zu können.

Während die Einreise-Vorschriften den Tourismus in Österreich in nächster Zeit praktisch unmöglich machen, kennt die Schweiz solche Auflagen nicht.

Wallis und Graubünden geben grünes Licht für Skifahren über Weihnachten

Obendrein haben der Schweizer Kanton Wallis und auch der Kanton Graubünden trotz internationaler Kritik nun grünes Licht fürs Skifahren über Weihnachten gegeben.

Damit bleiben die Skigebiete - darunter Davos-Klosters und Engadin-St. Moritz - geöffnet, wenn sich die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus oder die Krankenhausbelegung nicht massgeblich ändern. Die Lage werde täglich neu beurteilt, hiess es.

skigebiete graubünden
Eine Beschilderung macht auf die Maskenpflicht am Eingang zur Gondel zur Bergstation Crap Sogn Gion aufmerksam , fotografiert am 15. Oktober 2020 vor der Wintersaison 2020/21 im Skigebiet Flims Laax. - Keystone

In den rund 40 Skigebieten des Kantons Graubünden gibt es aber über die Festtage keinen unlimitierten Zugang mehr wie früher. Wegen der Corona-Krise beschränken die Bergbahnen die Tageskapazitäten. Die maximale Personenzahl wird um etwa einen Drittel reduziert.

Im Kanton Wallis mit Zermatt, Verbier und Crans Montana sind neben den meisten Bergbahnen auch die Restaurants über die Feiertage geöffnet.

In Österreich dagegen sind Restaurants und Hotels geschlossen. Ob ein Ausser-Haus-Verkauf erlaubt wird, können die Bundesländer entscheiden.

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